Studie: Mögen Sie gerne laute Geräusche? Hier wird kurz erklärt warum:

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Brüssel, 21. Dezember 2017 – Laute Geräusche können unser Gehör schädigen, aber laute Geräusche in Nachtclubs sorgen dafür, daß wir uns aufgeregt fühlen, mehr Kontakte knüpfen, potenzielle Konflikte reduzieren und sie wirken sich positiv auf das Geschäft aus, wie eine Studie zeigt

Wenn laute Geräusche einen HörVerlust verursachen können und unsere körperliche und geistige Gesundheit ernsthaft beeinträchtigen, warum mögen wir dann laute Geräusche? Eine Studie aus Neuseeland besagt, daß wir uns in Nachtclubs lauter Musik aussetzen, weil laute Geräusche uns aufgeregt fühlen lassen, wir mehr Kontakte knüpfen und Konflikte reduzieren können.

Laute Geräusche verursachen positive Emotionen

Die Studie unter den 18- bis 25-Jährigen zeigt, daß laute Geräusche positive Auswirkungen auf unser Wohlbefinden haben, obwohl die Einwirkung von lauter Musik unser Gehör schädigen kann. Laut der Studie genießen wir laute Geräusche aus vier Hauptgründen:

  • Aufregung
  • Moderation der Sozialisation
  • Maskierung von externem Sound und unerwünschten Gedanken
  • eine Verbesserung der persönlichen Identität

Die Teilnehmer der Studie waren Clubber – Leute, die in Clubs gehen um Party zu machen – und Leute, die dort arbeiten und den Schallpegel in Clubs kontrollieren, wie Barkeeper und DJs.

Laut den Clubbern und den Angestellten ist laute Musik mit einer positiven GemütsVerfassung wie Begeisterung und Glück verbunden. Darüber hinaus kann die Lautheit auch eine Möglichkeit sein, unerwünschte Emotionen zu beseitigen oder als Mittel zu verwenden, um eine größere musikalische Kontrolle über den emotionalen Zustand zu erlangen.

Darüber hinaus bietet laute Musik einen Kontext für soziale Interaktionen und schafft einen GemeinschaftsSinn und erleichtert den positiven Umgang mit Fremden. Laut Studie kann laute Musik auch verwendet werden, um intime Gespräche zu verbergen, um Privatsphäre in einer überfüllten Umgebung zu gewährleisten.

Laute Musik als Lebensart

Die Studie verzeichnete Schallpegel in Nachtclubs in Auckland City, Neuseeland, die zeigten, daß die Musik in den Clubs durchschnittliche kontinuierliche Pegel von 97 dB erreichte. Abgesehen davon, daß der laute Geräuschpegel eine gefährliche Arbeitsumgebung schafft hat der Einsatz von lauter Musik einen positiven Einfluss auf das Geschäft: Bar-Manager können Musik nutzen, um Kunden zu binden und anzuziehen und sogar die Menge zu kontrollieren und Konflikte zu reduzieren.

Über die Studie

Die Studie “Why Do People Like Loud Sound? A Qualitative Study” wurde im Mai 2017 im International Journal of Environmental Research and Public Health veröffentlicht.

Studie: „Hilfe, ich verstehe meinen Arzt nicht!“ gar nicht so selten

Irische Wissenschaftler haben gefragt, inwieweit HörProbleme älterer Patienten die Kommunikation mit Ärzten und Pflegepersonal beeinträchtigen können. Ergebnis: Durch HörVerluste kommt es häufiger zu Missverständnissen vor allem bei Krankheits- und Therapie-relevanten Informationen. Da nur rd. 50% der Befragten zuvor einen HörTest gemacht hatte, wird auch die Wichtigkeit der HörVorsorge deutlich.

Hannover, 15.12.2017 – Die Erhebung bei 100 Patienten im mittleren Alter von 73 Jahren an der Universitätsklinik Cork (Irland) hat zum Einen die geschätzte Häufigkeit von Schwerhörigkeit in der Altersgruppe bestätigt. Denn nur 41 von 100 Befragten waren nicht oder nur geringfügig beeinträchtigt. 43 Personen gaben außerdem an, beim Hausarzt oder in der Klinik Ärzte oder Krankenschwestern falsch verstanden zu haben. Die Missverständnisse beruhten auf allgemeinen HörProblemen (29%), dem Abbruch des Gesprächs (27%), der Geräuschkulisse (10,5%) und der Aussprache (10%), wobei Mehrfach-Nennungen möglich waren.

Diese Erkenntnisse machen Bereiche deutlich, die von Ärzten und medizinischem Personal beachtet werden müssen, um das gegenseitige Verständnis sicherzustellen und Irrtümer oder Fehldiagnosen durch Kommunikations-Fehler zu vermeiden. Neben verständlicher und deutlicher Sprache sollte vom medizinischen Personal immer auch berücksichtigt werden, daß Patienten unter Umständen nicht mehr einwandfrei hören und deshalb nicht selbstverständlich alles verstehen.

Dieser Umstand muß den Betroffenen selbst nicht zwangsläufig bewusst sein, da Schwerhörigkeit sich oftmals langsam und unbemerkt entwickelt. Man hört zwar noch alles laut genug, aber die SprachVerständlichkeit nimmt ab, was besonders auf seltene Fachausdrücke und Fremdworte zutrifft. Auch ein Mundschutz beim medizinischen Personal kann die Verständlichkeit mindern und macht unterstützendes Lippenlesen unmöglich, das Menschen mit und ohne HörProbleme bewusst oder unbewusst einsetzen.

Die in der Studie genannten störenden Nebengeräusche und eine vermeintlich undeutliche Aussprache sind signifikante Indizien für HörMinderungen. Denn gerade in schwieriger akustischer Umgebung wird das Gehör besonders beansprucht und die HörAnstrengungen machen sich verstärkt bemerkbar. HörSchwächen treten dann häufiger zutage als in ruhiger Gesprächs-Atmosphäre.

Da nur die Hälfte der Befragten der Studie zuvor einen HörTest gemacht hatte, wird auch hier die Wichtigkeit regelmäßiger HörTests deutlich. Damit lässt sich schnell und zuverlässig die eigene HörLeistung feststellen und bewerten. Moderne HörSysteme sind mittlerweile so unkompliziert zu nutzen und so leistungsfähig, daß sie nicht nur in anspruchsvollen Gesprächen, bei denen es auf jedes Wort ankommt gute Dienste leisten, sondern auch im Alltag das Leben nachhaltig erleichtern und verbessern.

Die Fördergemeinschaft Gutes Hören setzt seit über 50 Jahren auf systematische HörPrävention und Aufklärungsarbeit. Als HörExperten vor Ort stehen allen Interessierten die rund 1.500 FGH-Partnerakustiker zur Verfügung. Bei ihnen wird das gesamte Leistungsspektrum vom kostenlosen HörTest über Auswahl, Anpassung und Programmierung geeigneter HörTechnik bis hin zur mehrjährigen Nachbetreuung angeboten. Der FGH-Partner ist zu erkennen am Ohrbogen mit dem Punkt. Ihren Fachbetrieb ganz in der Nähe finden Sie hier: www.fgh-info.de

Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. rät jetzt, Abstand zum Feuerwerk zu halten und sich die Ohren gut zu schützen

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Wuppertal, 14.12.2017 – Für viele Menschen gehört das zu einem gelungenen Jahreswechsel dazu: Es mal wieder richtig krachen zu lassen mit Feuerwerk, Böllern und Raketen. Ein nicht ganz ungefährliches Vergnügen: Neben zahlreichen Unfällen mit Verletzungen an Körper und Gesicht kann es durch die Knaller auch zu dauerhaften HörSchädigungen kommen. Besonders häufig sind Kinder, Jugendliche sowie junge Erwachsene zwischen sechs und 25 Jahren davon betroffen. Ein solches Knalltrauma kann eine lebenslange Schwerhörigkeit sowie Tinnitus auslösen, warnt die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)

„Es sind leider besonders oft Kinder und Jugendliche von Knalltraumen durch Silvesterknaller betroffen“, sagt Michael Bergmann, Geschäftsführer der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. „Dabei werden männliche Personen dreimal so oft verletzt wie weibliche. Die Gründe liegen zum einen darin, dass das Experimentieren mit Knallern gerade auf Jungs eine besonders große Faszination ausübt. Zum anderen spielen natürlich eine gewisse Unerfahrenheit in jungen Jahren und nicht zuletzt auch die Unwissenheit vieler Erziehungs-Berechtigter darüber, mit welchen Gefahren dieses Vergnügen verbunden sein kann, eine große Rolle.“

Aus diesem Grund rät die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. Menschen jeden Alters, sich von Silvester-Knallern und -Raketen fernzuhalten und die Ohren zu schützen. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren – Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNO KHC) erleiden jedes Jahr rund 8.000 Menschen hierzulande eine Verletzung des Innenohres durch explodierende Feuerwerkskörper. Die Folgen können lebenslang bestehen bleiben: Tinnitus und Schwerhörigkeit, insbesondere bei hohen Tönen. Mögliche Symptome können stechende Schmerzen im Ohr, Ohrgeräusche, Schwindel oder ein Gefühl – als sei das Ohr verstopft – sein. Dauern die Symptome an, sollte zeitnah ein HNO – Arzt aufgesucht werden.

Wenn Raketen oder Böller weniger als zwei Meter entfernt von den Ohren explodieren, wirken laut DGHNO KHC etwa 25 Millisekunden lange Schallimpulse auf das Gehör. Sie erreichen Spitzen von bis zu 160 Dezibel Schalldruck-Pegel. Da sich Lautstärke aus einer Kombination von Schalldruck und Dauer ergibt, nimmt das Ohr diese kurzen Spitzen-Pegel weniger als Lärm wahr und ist für HörSchäden besonders anfällig, weshalb InnenOhr-Verletzungen gerade an Silvester besonders häufig entstehen. Durch Knalltraumen werden die HörSinnes-Zellen, Stütz-Zellen und andere Teile der sogenannten HörSchnecke im InnenOhr bleibend geschädigt, die Spätfolgen sind oft nur noch durch ein HörGerät auszugleichen.

„Zunächst einmal raten wir, sich von Silvester-Knallern und -Raketen fernzuhalten und seine Ohren zu schützen, beispielsweise mit OhrStöpseln“, so DTL-Geschäftsführer Michael Bergmann. „Darüber hinaus ist auch Präventionsarbeit sehr wichtig. So sollten Lehrer und Erzieher in Schulen und Jugend-Einrichtungen verstärkt über die Gefahren aufklären, um ein Bewusstsein dafür zu schaffen.“

Über die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)
Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) vertritt als gemeinnützige Selbsthilfe-Organisation die Interessen der Patienten mit Tinnitus, HörSturz, HyperAkusis und Morbus Menière sowie ihrer Angehörigen. Rund 12.000 Mitglieder machen die DTL zum größten Tinnitus-Zusammenschluss in Europa und zum anerkannten Partner des Gesundheitswesens in Deutschland. Über 800 Fachleute gehören der DTL als Partner und fördernde Mitglieder an, darunter renommierte Wissenschaftler, HNO – Ärzte, Ärzte weiterer Disziplinen, HörAkustiker, Psychologen und Therapeuten. Außerdem werden rund 90 Selbsthilfegruppen in Deutschland durch die DTL betreut. Gegründet wurde die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. 1986 in Wuppertal.
Weitere Infos: www.tinnitus-liga.de

Lesenswert #2: auch Tinniti bewirken Veränderungen im Gehirn!

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Brüssel, 13. Dezember 2017 – Eine amerikanische Studie hat bestätigt, daß Geflechte im Gehirn sich verändern, wenn eine Person an Tinnitus leidet. Die Veränderungen führen dazu, daß sich das Gehirn mehr konzentriert, was zur Folge hat, daß eine Person mit Tinnitus schneller müde und unkonzentrierter wird.

Tinnitus bewirkt, daß das Gehirn mehr mit dem Netzwerk im Gehirn verbunden ist, das aktiv ist, wenn etwas die Aufmerksamkeit einer Person hegt. Die durch Tinnitus verursachten Veränderungen machen das Gehirn weniger mit dem Netzwerk im Gehirn verbunden, das verwendet wird, wenn sich eine Person entspannt. Dies betrifft Menschen mit Tinnitus auf eine negative Art und Weise, weil sie dadurch müder und unkonzentriert werden. Dies sind die Ergebnisse einer amerikanischen Studie.

Warum macht Tinnitus müde und unkonzentriert?

Anhand von MRT-Scans der Teilnehmer fand die Studie heraus, daß sich Tinnitus in einer Region des Gehirns befindet, die „Precuneus“ genannt wird.

Dieser Teil des Gehirns ist mit zwei umgekehrt verbundenen Netzwerken im Gehirn verbunden, die als „das dorsale Aufmerksamkeits-Netzwerk“ und „das Standardmodus-Netzwerk “ bezeichnet werden:

  • Das dorsale Aufmerksamkeits-Netz: Dieser Teil des Gehirns ist aktiv, wenn etwas die Aufmerksamkeit einer Person hegt
  • Das Standardmodus-Netzwerk : Dies sind die „Hintergrund“ -Funktionen des Gehirns, wenn die Person in einem Ruhestand ist und nicht an etwas Bestimmtes denkt

Bei Menschen mit chronischem Tinnitus wurde die Hirnregion „der Precuneus“ mehr mit „dem Dorsal-Modus-Netzwerk“ und weniger mit „dem Standardmodus-Netzwerk “ kombiniert.

Das bedeutet, daß Menschen mit Tinnitus beim Ausruhen nicht wirklich in Ruhe sind, weshalb sich viele müde fühlen.

Außerdem können Menschen mit chronischem Tinnitus Konzentrations-Schwierigkeiten haben, weil ihre Aufmerksamkeit möglicherweise mehr mit ihrem Tinnitus als notwendig verbunden ist, und das kann ihre Aufmerksamkeit auf andere Dinge reduzieren.

Validierung des Tinnitus

Die Ergebnisse dieser Studie helfen nicht nur Menschen mit Tinnitus zu verstehen, sondern auch ihre Erfahrungen mit Tinnitus zu validieren.

„Für Patienten ist dies eine Bestätigung. Hier ist etwas mit Tinnitus verbunden, das objektiv und unveränderlich ist“, sagt die Studienleiterin Fatima Husain, Professorin an der Universität von Illinois (U.S.A.).

Die Verwendung Ihres Gehirns beeinflusst den Tinnitus

Einige Menschen mit Tinnitus haben sich an ihre Tinnitus-Symptome angepasst und leiden daher weniger an dem Tinnitus.

Diese Erfahrung geringeren Leidens tritt auf, weil diese Patienten verschiedene Gehirnregionen verwenden, wenn sie emotionale Information verarbeiten, findet Studienleiter Husain in einer anderen Forschung an der Universität von Illinois (U.S.A.). Diese Patienten verwendeten mehr des Frontallappens des Gehirns. Eine größere Verwendung des Frontallappens könnte helfen, emotionale Reaktionen zu kontrollieren und dadurch Tinnitus-Stress zu reduzieren, zeigte die Studie.

HörVerlust verändert das Gehirn

Eine andere amerikanische Studie besagt, daß sich das Gehirn aufgrund von HörSchäden reorganisiert. Selbst nach drei Monaten leichter Schwerhörigkeit beginnt das Gehirn sich zu reorganisieren. So beginnen der SehSinn und der TastSinn im Gehirn die Kontrolle über den GehörSinn zu übernehmen. Dies verursacht Müdigkeit und Konzentrationsprobleme. Trotz der schnellen Reorganisation kann das Gehirn nach nur 30 Tagen Verwendung von HörGeräten wieder auf die normale Struktur zurückgehen.

Die Studie „Connectivity of precuneus to the default mode and dorsal attention networks: a possible invariant marker of long-term Tinnitus“ wurde in NeuroImage: Clinical im August 2017 veröffentlicht.

Quellen: NeuroImage: Clinical 16 (2017) 196-204 www.news.illinois.edu & Die Zeitschrift „Hørelsen“, 3 (2017)

Spendenübergabe an LIONS „Hilfe für kleine Ohren“

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Mainz, 5. Dezember 2017 – Einen Spendenscheck über 1.500 Euro überreichte Martin Blecker, Präsident der Europäischen Union der HörAkustiker, am Donnerstag, dem 30. November 2017, an Dr. Wilfried Racke vom Lions Club Kelkheim. Die Spende kommt Kindern mit HörMinderungen in Entwicklungs-Ländern zugute. Der Betrag wurde im Rahmen des EUHA-Kongresstreffs 2017 in Nürnberg gesammelt und von der EUHA auf insgesamt 1.500 Euro aufgestockt.

Die Lions Organisation Deutschland sammelt seit 2009 gespendete HörGeräte von HörAkustikern bzw. erhält Spenden von HörSystem-Herstellern oder Handelsketten. Die Verteilung der Geräte hauptsächlich an hörgeschädigte Kinder in Entwicklungs-Ländern erfolgt über das Team „Hilfe für kleine Ohren“ des Lions Clubs Kelkheim.

Dr. Peter Ottiger vom Lions Club Deutschland dazu: „Um die Nachhaltigkeit des Projekts zu sichern, ist es unerlässlich, vor Ort zuverlässige Partner zu haben, die die HörGeräte bedürftigen Patienten fachgerecht anpassen, sie schulen und langfristig betreuen. Bei der Auswahl dieser Partner ist die EUHA für das Team unersetzlich.“

Ein gemeinsam entwickelter Fragebogen stellt sicher, daß die Partner vor Ort über die entsprechende Grundkompetenz verfügen. Die EUHA wertet diesen Fragebogen aus und gibt dem Lions-Team eine Empfehlung, ob der Partner geeignet ist.

Diese Kooperation mit der EUHA war eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg dieses Projekts. Von 2010 bis 2016 sind ca. 21.000 HörHilfen an die Projektpartner versendet worden.

Sie können die Aktion durch eine Spende mitunterstützen

Hilfswerk der Deutschen Lions e. V.
Frankfurter Volksbank eG
IBAN: DE83 5019 0000 0000 3005 00
BIC: FF VBD EFF
Stichwort: Kleine Ohren

HörGeräte können Sie bitte senden an:
Hilfswerk der Deutschen Lions
„Hilfe für kleine Ohren“
Bleichstraße 3
65183 Wiesbaden

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.kleine-ohren.de/

 


Lesenswert: HörVerluste verursachen Veränderungen des Gehirns!

Durch einen HörVerlust verändert sich das Gehirn und organisiert sich neu. Das haben amerikanische Forscher rund um Professorin Anu Sharma am Institut für Sprach- und Hör-Wissenschaften an der University of Colorado herausgefunden. Um das Fehlen des HörSinns zu kompensieren treten andere Sinne wie zum Beispiel das Sehen oder der Tastsinn in den Vordergrund und übernehmen Aufgaben des Hörens. Dieser Wandel tritt bereits drei Monate nach Beginn einer leichten Schwerhörigkeit ein! Während bei einem gut hörenden Menschen die HörRinde ausschließlich für die Verarbeitung von HörEindrücken zuständig ist, wird diese bei einem HörVerlust nachweislich von den übrigen Sinnen beansprucht.

„Wir können sehen, daß das Sprachverständnis abnimmt, je mehr die anderen Sinne übernehmen,“ so Professorin Sharma. Dieser Effekt tritt in Folge der neuen Aufgabenverteilung im Gehirn aufgrund der fehlenden akustischen Signale durch die HörMinderung ein. Im Rahmen der Studie spielte man Probanden ausschließlich visuelle Reize vor. Hierbei wurden Testpersonen mit und ohne HörVerlust untersucht und ihre Gehirn-Aktivitäten gescannt. Bei den schwerhörigen Studienteilnehmern wurden Reaktionen der HörRinde verzeichnet, die bei gut hörenden Menschen nicht auftreten, da Seh-Eindrücke normalerweise nicht in diesem Bereich verarbeitet werden.

Die Studie wies außerdem eine erhöhte Anstrengung im Gehirn durch einen HörVerlust nach. Der Frontallappen des Großhirns, welcher für die Aufnahme und Verknüpfung von Sinnes-Eindrücken zuständig ist, zeigt schon bei leichten Einschränkungen des Gehörs eine deutlich höhere Aktivität als bei einem Menschen ohne HörMinderung. Das erklärt Professorin Sharma dadurch, daß sich Menschen mit leichter Schwerhörigkeit mehr anstrengen müssen, um alles Gesprochene richtig zu verstehen. Diese Mehr-Anstrengung durch die zusätzliche kognitive Belastung kostet Energie und die Betroffenen ermüden schneller.

Die Ergebnisse legen nahe, daß eine frühe Versorgung mit HörTechnik den Änderungen im Gehirn vorbeugt. Diese Zusammenhänge sollen in weiteren Studien verfolgt werden. Fest steht aber schon heute: Das Tragen von HörTechnik hilft den Betroffenen Sprache wieder besser zu verstehen und das Gehirn weniger zu belasten. Alltägliche Situationen werden dadurch erleichtert, außerdem steigern HörSysteme nachweislich die Konzentrations-Fähigkeit und fördern die Orientierung und Leistungsfähigkeit. Dazu kommt, daß sich viele Menschen ihrer Schwerhörigkeit nicht bewusst sind, da diese meistens schleichend einsetzt. Die Folge ist, daß sich die Betroffenen allmählich an das nachlassende Hören gewöhnen und sich die Änderungsprozesse im Gehirn verstärken. Experten raten daher zu regelmäßigen HörTests ab dem 40. Lebensjahr, um den eigenen HörStatus stets im Blick zu haben. Auf diese Weise wird eine HörSchwäche rechtzeitig erkannt und kann mit der modernen HörSystem-Technik effektiv ausgeglichen werden.

Als HörExperten vor Ort stehen die rund 1.500 FGH-PartnerAkustiker der Fördergemeinschaft Gutes Hören zur Verfügung. Bei ihnen wird das gesamte Leistungsspektrum vom kostenlosen HörTest über Auswahl, Anpassung und Programmierung geeigneter HörGeräte bis hin zur mehrjährigen Nachbetreuung angeboten. Die FGH-Partner sind zu erkennen am Ohrbogen mit dem Punkt. Einen Fachbetrieb in Ihrer Nähe finden Sie unter www.fgh-info.de

Europäische Entscheidungsträger werden ersucht, um das Bewusstsein über den HörVerlust zu erhöhen

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Brüssel, 05. Dezember 2017 – Acht Organisationen haben die Europäische Koalition von Schwerhörigkeit und Behinderung gegründet und rufen nun europäische Entscheidungs-Träger dazu auf, das Bewusstsein über Schwerhörigkeit zu erhöhen.

Laut der Koalition berichten 10% der gesamten Bevölkerung (52 Millionen Menschen) von einem HörVerlust. 73% davon konsultieren einen Arzt, aber nur 50% werden zu einem HörAkustiker verwiesen.

HörVerlust ist ein großes Problem für die Gesundheit europäischer Bürger und droht dazu, großen Druck auf das europäische Gesundheits- und Sozial-System zu setzen, wenn nicht gehandelt wird.

Innovative medizinische Technologie, wie HörGeräte und Implantate, können die Belastung mindern.

Maßnahmen europäischer Entscheidungs-Träger sind demnach erforderlich, um das Bewusstsein über den HörVerlust zu erhöhen, Studien für effektive Formen der Vorsorge zu erstellen, Zugang zu den Technologien bereitzustellen und die Pflege zu verbessern sowie die optimalen Vorhergehensweisen unter den Mitgliedsstaaten gemeinsam zu teilen.

Die Koalition ruft die EU-Mitgliedsstaaten dazu auf:

1. Gemeinsam die beste Betreuung von HörVerlust zu teilen, inklusive Vorsorge-Maßnahmen und Früherkennungs-Programme, um einen HörVerlust identifizieren und diagnostizieren zu können.
2. Integration von Strategien für die Einpflegung von HörVermögen in die medizinische Grundversorgung, die Vorsorge und Früh-Erkennung effektiv adressiert.
3. Förderung des Zugangs zu HörSystemen, welche Cochlear-Implantate, Hör- und andere technische Hilfen einschließen.
4. Altersgrenzen bei den Behinderten Förder-Maßnahmen abzuschaffen, die Menschen mit Behinderungen wie einer HörBeeinträchtigung davon abhalten, sich der Rechte der United Nations Convention on the Rights of Persons with Disabilities (CRPD) zu erfreuen.
5. Förderung von effektiven Initiativen, um den Zugang zu Informationen für Personen mit Behinderungen zu verbessern in Bezug auf öffentliche Einrichtungen, öffentliche Gebäude und audiovisuelle Medien-Dienstleistungen.
6. Sicherstellung der Bildung und Anerkennung von Fachpersonal in den Ländern.

Die Koalition ruft die Europäische Kommission und das Gremium dazu auf:

1. Den Zugang zu professioneller HörBehandlung sicherzustellen inklusive Diagnose, Rehabilitation, Dienstleistung und Versorgung.
2. Unterstützung der Mitgliedsstaaten darin, Gesundheits-Strategien zu koordinieren und gesundes Altern zu befördern.
3. Entwicklung einer europäischen Strategie im Bereich des HörVerlustes, die sich auf Gleichstellung, Vorsorge und Rehabilitation fokussiert, um den Alltag von Schwerhörigen einfacher zu gestalten und sicherzugehen, daß diese Strategie von Experten geführt wird.
4. Programme zu erstellen, die das Bewusstsein über HörVerlust als Auslöser von sozialer Isolation, Depression und allgemeinen Gesundheits-Verschlechterungen im mentalen sowie physikalischer Bereich für ältere Menschen bestärken und somit die Wichtigkeit von Schwerhörigkeit in der Altenpflege betont.
5. Investitionen zu tätigen für Forschung im Bereich Schwerhörigkeit, Vorsorge und Rehabilitation, sowie daraus relevante Studien und Statistiken hervorzubringen.

Mitglieder der Koalition

Health First Europe (HFE)
The European Federation of Hard of Hearing People (EFHOH)
The European Association of Hearing Aid Professionals (AEA)
AGE Platform Europe
EURO-CIU
The European Hearing Instrument Manufacturers Association (EHIMA)
The Ear Foundation
The International Federation of ORL Societies (IFOS)

Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. gratuliert ihrem Präsidenten zur Bayerischen Staatsmedaille

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Wuppertal, 22.11.2017 – Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) gratuliert ihrem Präsidenten Volker Albert zur Verleihung der Bayerischen Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege. Am 20. November 2017 überreichte Bayerns Gesundheits- und Pflege-Ministerin Melanie Huml Volker Albert in Nürnberg die höchste Auszeichnung des bayerischen Gesundheits- und Pflege-Ministeriums für dessen herausragendes langjähriges Engagement im Ehrenamt.

Bayerns Gesundheits- und Pflege-Ministerin Melanie Huml zeichnete am 20. November 2017 zehn engagierte Bürgerinnen und Bürger mit der Bayerischen Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege aus. Anlässlich der feierlichen Verleihung in Nürnberg sagte sie: „Als Zeichen des Dankes und der Anerkennung für herausragendes Engagement verleiht das bayerische Gesundheits- und Pflege-Ministerium die Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege. Die heute Geehrten sind als Vordenker und Menschen der Tat ein Vorbild. Die Medaille soll für andere Menschen Ansporn sein zu eigenen Anstrengungen. Sie soll ermutigen, zum Wohle der Gesellschaft neue Wege im Bereich der Gesundheit und Pflege zu gehen.“

Volker Albert aus Murnau am Staffelsee setzt sich seit vielen Jahren unter anderem als Präsident der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. für die Belange von Menschen mit Tinnitus ein. Ministerin Melanie Huml sagte in ihrer Laudatio: „Tinnitus ist nicht heilbar. Betroffene tragen die Krankheit für den Rest ihres Lebens mit sich. Für Nicht-Betroffene ist es meist völlig unverständlich, wie die Krankheit wirkt und welche oft gravierenden Auswirkungen Tinnitus haben kann. Auch Sie selbst leiden an der Krankheit. Doch Sie haben nie aufgegeben und sich stattdessen entschlossen, Menschen in ähnlicher Lage zu helfen. 2007 haben Sie das verantwortungsvolle Amt des Präsidenten der Deutschen Tinnitus-Liga übernommen und sind dort seitdem mit sehr großem Erfolg tätig.“

Ministerin Huml hob weiterhin Volker Alberts Verdienste um die DTL hervor: „Ihnen ist es zu verdanken, daß die Tinnitus-Liga gestärkt für die Belange der Betroffenen eintreten kann. Dabei widmet sie sich vor allem der wichtigen Aufgabe, für die Betroffenen jede erdenkliche Hilfe zu organisieren und ihnen bei der Auswahl der Behandlungen zu helfen. Aufgrund Ihrer Erfahrungen und Ihres Fachwissens, das in Experten-Kreisen hoch geschätzt wird, sind Sie für die Bundesinnung der HörGeräte-Akustiker regelmäßig als ehrenamtlicher Sachverständiger tätig.“ Außerdem unterstrich Melanie Huml, dass Volker Albert seine Erfahrungen auch im Bereich der Ausbildung und der beruflichen beziehungsweise sozialen Integration mit großem Engagement einsetze. „Sie geben sehr vielen Menschen Mut. Mut, das Leben mit Tinnitus und den damit verbundenen Einschränkungen anzunehmen und zu meistern.“


Über die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)
Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) vertritt als gemeinnützige Selbsthilfe-Organisation die Interessen der Patienten mit Tinnitus, HörSturz, HyperAkusis und Morbus Menière sowie ihrer Angehörigen. Rund 12.000 Mitglieder machen die DTL zum größten Tinnitus-Zusammenschluss in Europa und zum anerkannten Partner des Gesundheitswesens in Deutschland. Über 800 Fachleute gehören der DTL als Partner und fördernde Mitglieder an, darunter renommierte Wissenschaftler, HNO-Ärzte, Ärzte weiterer Disziplinen, HörAkustiker, Psychologen und Therapeuten. Außerdem werden rund 90 Selbsthilfegruppen in Deutschland durch die DTL betreut. Gegründet wurde die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. 1986 in Wuppertal.
Weitere Infos: www.tinnitus-liga.de

Kontakt:
Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)
Sabine Wagner
Am Lohsiepen 18
42369 Wuppertal
Tel.: 0202 24652-24
Fax: 0202 24652-20
E-Mail: s.wagner@tinnitus-liga.de

Das Maß-Ohrstück in der HörSystem-Versorgung genießt hohe Priorität

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Mainz, 4. Dezember 2017 – Pünktlich zum 62. Internationalen HörAkustiker-Kongreß hat die Europäische Union der HörAkustiker e. V. (EUHA) die neue Leitlinie „Die Maß-Otoplastik in der HörSystem-Versorgung“ herausgegeben. Die Leitlinie gibt in strukturierter und komprimierter Form einen Überblick über nahezu alle Aspekte der Maß-Otoplastik. Mit ihr kann das fachliche Wissen des HörAkustikers überprüft und aufgefrischt werden. Sie eignet sich als Leitfaden für Aus- und Fortbildung und kann als Hilfe bei der Festlegung von Abläufen im Rahmen des Qualitäts-Managements dienen.

Die Leitlinie bezieht sich im Wesentlichen auf die Arbeit des HörAkustikers. Die Inhalte umspannen also alle otoplastischen Aspekte, die während einer HörSystem-Versorgung von Belang sind. Diese reichen von der Bedarfsermittlung, Kundenberatung und Abformung bis zur Finalisierung, meßtechnischen Überprüfung und Qualitäts-Sicherung.

Die Leitlinie wurde unter der Leitung von EUHA-Präsidiumsmitglied Wolfgang Luber von einem Expertenkreis erarbeitet. Wolfgang Luber unterstreicht die Relevanz der Maß-Otoplastik wie folgt: „Die maßgefertigte Otoplastik ist die unverzichtbare Voraussetzung für eine professionelle HörSystem-Versorgung. Der Nutzen moderner HörSysteme wird maßgeblich von der individuell gefertigten Otoplastik bestimmt. Ein professioneller Einsatz der vielfältigen otoplastischen Maßnahmen und Möglichkeiten gehört somit zur Kernkompetenz von HörAkustikern.“ Die Einflußfaktoren der Otoplastik reichen von der akustisch-audiologischen Wirkung über medizinisch-anatomische Aspekte bis zur Handhabung und der Ästhetik. Der Erfolg der Versorgung und somit die Patientenzufriedenheit werden maßgeblich von der Otoplastik bestimmt.

Die Leitlinie „Die Maß-Otoplastik in der HörSystem-Versorgung“ zielt auf einen gleichmäßig hohen Qualitäts-Standard in der Versorgung mit HörTechnik. Sie bezieht sich explizit auf maßgefertigte Otoplastiken für Luftleitungs-HörSysteme und den Bereich der Cochlea-Implant-Versorgungen (Halte-Otoplastik, Bimodale- und EAS-Versorgungen).

Auf Initiative der Europäischen Union der HörAkustiker e. V. wurden verschiedene Leitlinien entwickelt. Themen wie drahtlose Übertragungs-Anlagen, Gehörschutz, Audiotherapie in der HörAkustik oder die Perzentil-Analyse wurden unter anderem bereits als Leitlinie erarbeitet. Sämtliche Leitlinien stehen zum kostenlosen Download bereit unter: http://www.euha.org/leitlinien/

 


Weihnachten – Zeit der Stille?

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Kreuztal, 4. Dezember 2017 – Weihnachten ist die Zeit der Stille. Damit aus der Stille keine Einsamkeit wird, machen viele Mitglieds-Fachbetriebe der HÖREX in der Adventszeit noch einmal darauf aufmerksam, wie wichtig gutes Hören und einwandfrei funktionierende HörTechnik ist.

Viele Menschen verbringen das Weihnachts-Fest mit Freunden und Familie. Sie genießen die Zeit mit gutem Essen, gemeinsamen Spaziergängen und langen Gesprächen. Damit HörSystem-Träger die Zeit möglichst unbeschwert genießen können, lohnt sich ein Besuch bei einem der mehr als 500 Mitglieds-Fachbetriebe in ganz Deutschland. Denn nur wer gut hört und voll funktionsfähige HörHilfen hat, kann an Gesprächen teilnehmen.

Aktionen für gutes Hören

Viele HÖREX-HörExperten überraschen ihre Kunden in der Winterzeit mit einer besonderen Aktion: zum Beispiel dem Advents-Check für´s Gerät, HörBatterien zu besonders günstigen Preisen oder TV-Systeme für entspannte Fernsehabende. Mehr Infos zu der jeweiligen Aktion gibt es direkt bei Ihrem HÖREX-HörExperten vor Ort.

Die HÖREX und alle HÖREX-HörExperten wünschen Ihnen eine schöne Adventszeit und entspannte Feiertage!