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Brüssel, 05. Dezember 2017 – Acht Organisationen haben die Europäische Koalition von Schwerhörigkeit und Behinderung gegründet und rufen nun europäische Entscheidungs-Träger dazu auf, das Bewusstsein über Schwerhörigkeit zu erhöhen.

Laut der Koalition berichten 10% der gesamten Bevölkerung (52 Millionen Menschen) von einem HörVerlust. 73% davon konsultieren einen Arzt, aber nur 50% werden zu einem HörAkustiker verwiesen.

HörVerlust ist ein großes Problem für die Gesundheit europäischer Bürger und droht dazu, großen Druck auf das europäische Gesundheits- und Sozial-System zu setzen, wenn nicht gehandelt wird.

Innovative medizinische Technologie, wie HörGeräte und Implantate, können die Belastung mindern.

Maßnahmen europäischer Entscheidungs-Träger sind demnach erforderlich, um das Bewusstsein über den HörVerlust zu erhöhen, Studien für effektive Formen der Vorsorge zu erstellen, Zugang zu den Technologien bereitzustellen und die Pflege zu verbessern sowie die optimalen Vorhergehensweisen unter den Mitgliedsstaaten gemeinsam zu teilen.

Die Koalition ruft die EU-Mitgliedsstaaten dazu auf:

1. Gemeinsam die beste Betreuung von HörVerlust zu teilen, inklusive Vorsorge-Maßnahmen und Früherkennungs-Programme, um einen HörVerlust identifizieren und diagnostizieren zu können.
2. Integration von Strategien für die Einpflegung von HörVermögen in die medizinische Grundversorgung, die Vorsorge und Früh-Erkennung effektiv adressiert.
3. Förderung des Zugangs zu HörSystemen, welche Cochlear-Implantate, Hör- und andere technische Hilfen einschließen.
4. Altersgrenzen bei den Behinderten Förder-Maßnahmen abzuschaffen, die Menschen mit Behinderungen wie einer HörBeeinträchtigung davon abhalten, sich der Rechte der United Nations Convention on the Rights of Persons with Disabilities (CRPD) zu erfreuen.
5. Förderung von effektiven Initiativen, um den Zugang zu Informationen für Personen mit Behinderungen zu verbessern in Bezug auf öffentliche Einrichtungen, öffentliche Gebäude und audiovisuelle Medien-Dienstleistungen.
6. Sicherstellung der Bildung und Anerkennung von Fachpersonal in den Ländern.

Die Koalition ruft die Europäische Kommission und das Gremium dazu auf:

1. Den Zugang zu professioneller HörBehandlung sicherzustellen inklusive Diagnose, Rehabilitation, Dienstleistung und Versorgung.
2. Unterstützung der Mitgliedsstaaten darin, Gesundheits-Strategien zu koordinieren und gesundes Altern zu befördern.
3. Entwicklung einer europäischen Strategie im Bereich des HörVerlustes, die sich auf Gleichstellung, Vorsorge und Rehabilitation fokussiert, um den Alltag von Schwerhörigen einfacher zu gestalten und sicherzugehen, daß diese Strategie von Experten geführt wird.
4. Programme zu erstellen, die das Bewusstsein über HörVerlust als Auslöser von sozialer Isolation, Depression und allgemeinen Gesundheits-Verschlechterungen im mentalen sowie physikalischer Bereich für ältere Menschen bestärken und somit die Wichtigkeit von Schwerhörigkeit in der Altenpflege betont.
5. Investitionen zu tätigen für Forschung im Bereich Schwerhörigkeit, Vorsorge und Rehabilitation, sowie daraus relevante Studien und Statistiken hervorzubringen.

Mitglieder der Koalition

Health First Europe (HFE)
The European Federation of Hard of Hearing People (EFHOH)
The European Association of Hearing Aid Professionals (AEA)
AGE Platform Europe
EURO-CIU
The European Hearing Instrument Manufacturers Association (EHIMA)
The Ear Foundation
The International Federation of ORL Societies (IFOS)