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Kreuztal, 11. Juli 2018 – Was kommt nach der Schule? Vor dieser Frage stehen jedes Jahr zahlreiche Schülerinnen und Schüler. Ein wichtiger Aspekt bei der Berufswahl sind für viele die Zukunfts-Perspektiven. Gute Aussichten bietet der Beruf des HörAkustikers. Aber was genau machen HörAkustiker eigentlich? Antworten darauf geben die HörExperten der HÖREX.

Laut Bundesinnung der HörAkustiker – kurz biha – gibt es in Deutschland etwa 5,4 Millionen Schwerhörige, Tendenz steigend. Kein Wunder also, daß der Beruf des HörAkustikers als zukunfts-sicher gilt. In der Branche herrscht schon heute Voll-Beschäftigung.

Beruf vereint Technik und Soziales

Voll-Beschäftigung ist aber nicht der einzige Aspekt, der für eine Ausbildung zum HörAkustiker spricht. „Mich hat von Anfang an fasziniert, wie vielseitig unser Beruf ist“, so Gerd Müller, HörAkustiker-Meister und Mitglied im Vorstand der HÖREX. Gefragt sind technisches Know-How und soziale Kompetenz. „Da HörGeräte individuell auf ihre Träger eingestellt werden, ist es enorm wichtig, das Vertrauen der Menschen zu gewinnen. Nur dann sind sie bereit, offen und ehrlich ihre Probleme zu schildern“, weiß Gerd Müller.

Duales Konzept

Während der drei-jährigen Ausbildung lernen die Lehrlinge, Kunden zu beraten, audiometrische Tests durchzuführen, Ohrpass-Stücke herzustellen und HörComputer anzupassen, zu warten und zu reparieren. Die duale Ausbildung erfolgt im Ausbildungs-Betrieb vor Ort sowie in der Landes-Berufsschule für HörAkustikerinnen und HörAkustiker in Lübeck. In Nordrhein-Westfalen haben angehende HörAkustiker auch die Möglichkeit, die Berufsschulen in Recklinghausen und Duisburg zu besuchen.

Die Landes-Berufsschule in Lübeck empfiehlt, Ausbildungs-Verträge zum 1. August oder 1. September eines Jahres abzuschließen. In der Regel findet der Unterricht in Blöcken statt. Die Ausbildung endet mit der Gesellenprüfung. „Viele Azubis haben zu diesem Zeitpunkt bereits die Zusage, daß ihr Ausbildungs-Betrieb sie übernimmt“, so Gerd Müller.

Karrierechancen

Auch nach der Ausbildung bieten sich vielfältige Möglichkeiten der Fort- und Weiter-Bildung – zum Beispiel zum Spezialisten für Kinder-Versorgung – PädAkustiker genannt. Wer die MeisterPrüfung in der Tasche hat darf selbst ausbilden, eine Filiale leiten oder sich selbstständig machen. Ein Bachelor- und Master-Studium im Bereich HörAkustik eröffnet darüber hinaus weitere Karrierechancen.

Auch zahlreiche Mitglieds-Fachbetriebe der HÖREX bieten regelmäßig Ausbildungs-Plätze. Voraussetzung ist mindestens ein Realschul-Abschluss. „Zu früh ist es für eine Bewerbung eigentlich nie“, so Gerd Müller von der HÖREX. „Die Ausbildungs-Plätze sind begehrt.“ Also: Wer nächstes Jahr seinen Schulabschluß macht kann mit seinem aktuellen Zeugnis schon jetzt durchstarten.