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Eine australische Studie mit fast 38.000 Teilnehmern zeigt, daß das Risiko an Demenz zu erkranken, für Männer mit einem HörVerlust um 69 % höher ist. Die Studie bestätigt damit auch frühere Forschungs-Ergebnisse

Brüssel, 12. Juni 2018 – Anfang dieses Jahres bestätigte eine französische Studie, daß Menschen, die, obwohl sie nach eigener Aussage von einem HörVerlust betroffen waren, keine HörGeräte benutzten, ein höheres Risiko hatten eine Demenz-Erkrankung zu entwickeln, als Menschen, die ein normales Gehör hatten oder HörTechnik benutzten. Zahlreiche andere Studien haben auch einen Zusammenhang zwischen HörVerlust und Demenz aufzeigen können.

Risiko einer Demenz-Erkrankung steigt um 69 %

Auch eine größere australische Studie hat einen starken Zusammenhang zwischen Schwerhörigkeit und Demenz bestätigt. Laut der Studie, an der rund 38.000 ältere australische Männer teilgenommen haben besteht für Menschen mit HörVerlust ein um 69 % höheres Risiko, an Demenz zu erkranken.

Die Studie bestand aus zwei Teilen, wobei die Längsschnitt-Studie “Gesundheit bei Männern” (auf englisch: “Health in Men Study (HIMS)” den ersten Teil ausmachte. An dieser longitudinalen Studie nahmen 37.898 ältere Australier aus der Region und der Großstadt Perth in West-Australien teil. Die Studie wurde über einen Zeitraum von 25 Jahren durchgeführt. Der zweite Teil der Studie war eine systematische Überprüfung und Meta-Analyse von relevanten, prospektiven Studien, die den Zusammenhang zwischen HörVerlust und Demenz-Erkrankungen untersuchten.

Die Studie konnte damit eine signifikante Verbindung zwischen HörVerlust und Demenz-Erkrankungen bei älteren Männern beweisen. Unter Berücksichtigung des Alters sowie des Gesundheits-Zustandes der Probanden war für Männer mit einer selbst berichteten Beeinträchtigung des HörVermögens das Risiko, an Demenz zu erkranken um 69 % höher als für Männer mit einem normalen HörVermögen.

Ergebnisse früherer Studien

Anhand einer Meta-Analyse von 14 früheren Studien konnten die Forscher feststellen, daß für Menschen mit einem beeinträchtigten HörVermögen im Durchschnitt ein um 49 % höheres Risiko haben, an Demenz zu erkranken.

Die Studie “Hearing loss and the risk of dementia in later life” wurde in der Fachzeitschrift Journal Maturitas im März 2018 veröffentlicht.

Quelle: www.maturitas.org