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Kreuztal, 19. April 2018 – Röhrende Autos auf der Straße, dröhnende Flugzeuge am Himmel und aus dem Garten nebenan: der Rasenmäher. Lärm ist heutzutage fast allgegenwärtig. Auf Dauer macht zu viel davon krank. Was tun? Antworten darauf gaben zahlreiche Mitglieds-Fachbetriebe der HÖREX am 25. April 2018. Es fand der 21. Tag gegen Lärm statt, eine Aktion der Deutschen Gesellschaft für Akustik (DEGA e.V.). Das Motto in diesem Jahr: LAUT war gestern!

Musik ist für manche wunderschöne Ablenkung, für andere unerträglicher Krach. Fest aber steht: Wenn Musik zu laut ist, schadet sie unseren Ohren. Sind wir regelmäßig über einen längeren Zeitraum LärmPegeln über 85 Dezibel ausgesetzt – das entspricht etwa der LautStärke eines Rasenmähers –, sterben die HaarZellen im InnenOhr langsam ab und wir hören schlecht. Die Haar-SinnesZellen sind Voraussetzung dafür, daß wir Sprache verstehen. Sie nehmen die SchallWellen vom Trommelfell auf und leiten die Signale als NervenImpulse weiter zum Gehirn. „Einmal beschädigt, können sich die HaarZellen nicht mehr regenerieren“, erklärt Gerd Müller, HörAkustiker-Meister und Vorstands-Mitglied bei der HÖREX.

Risiko für die Gesundheit

Doch nicht nur unsere Ohren leiden unter Lärm. Andauernder Krach setzt StressHormone frei und steigert das Risiko für BlutHochdruck- und HerzKreislauf-Erkrankungen. Auch Lern-, Konzentrations- und Schlaf-Störungen können die Folgen sein. „Leider lassen sich unsere Ohren nicht einfach abschalten“, weiß Gerd Müller. „Da unser SehSinn nachts eingeschränkt ist, reagiert unser Gehör sogar noch empfindlicher.“

Ohren schützen

Was also tun? „Sorgen Sie vor“, rät Gerd Müller. „Es gibt sowohl Standard-Gehörschutz als auch individuell angepasste OtoPlastiken mit spezieller FilterTechnik. Beides bekommen Sie beim HörAkustiker.“ An Arbeitsplätzen ist das Tragen eines GehörSchutzes ab einem LärmPegel von 85 Dezibel ohnehin vorgeschrieben. Aber auch Heimwerker, Sportschützen und Konzertliebhaber sollten vorsorgen.

Gutes fürs Ohr: Oasen der Ruhe

Statt die Ohren vor dem Lärm zu verschließen, können wir die Stille auch bewusst suchen. Zuhause hilft es, Radio und Fernseher aus zu lassen, das Handy auf lautlos zu stellen oder einen Waldspaziergang zu machen. Aber auch mitten in der Stadt gibt es Oasen der Ruhe: zum Beispiel eine Kirche oder einen Raum der Stille wie den am Brandenburger Tor in Berlin oder am Hauptbahnhof in Hamburg. Auch bei der Urlaubswahl können wir uns für die Stille entscheiden. Statt den Trip in die nächste Großstadt zu buchen, bietet sich für Ruhesuchende ein Aufenthalt in den Bergen oder an einsamen Stränden an.

Der Tag gegen Lärm fand dieses Jahr unter dem Motto „LAUT war gestern!“ statt. „Folgen Sie dem Motto und lassen den Lärm einfach mal hinter sich“, so Gerd Müller „Und nutzen Sie die Gelegenheit, Ihr Gehör bei einem kostenlosen HörTest prüfen zu lassen oder sich darüber zu informieren, was HörGeräte heutzutage leisten.“

Mehr Informationen zum Tag gegen Lärm gibt es unter www.tag-gegen-laerm.de