06. Juni 2017 – Darja Pajk aus Slowenien hat seit einem Alter von 23 Jahren eine Schwerhörigkeit. Zuerst schämte sie sich und fühlte sich einsam, missverstanden und ängstlich. Heute hat sie ihre Schwerhörigkeit akzeptiert und weiß wie wichtig es ist, daß ihre Mitmenschen über ihre Schwerhörigkeit bescheid wissen und wie sehr es hilft, sich mit anderen Schwerhörigen auszutauschen.

Die 48-jährige Darja Pajk arbeitet seit 25 Jahren mit behinderten Menschen und hat teilweise allein drei Töchter großgezogen. Sie hat sich auch mit ihrem progressiven HörVerlust beschäftigt, den sie seit einem Alter von 23 Jahren hat. Heute hat Darja ihr Gehör völlig verloren und trägt Cochlea-Implantate, sodaß sie hören kann. Vorher haben ihr HörSysteme gute Dienste erwiesen. Darja erklärt, daß sie die Implantate benötige, um an der hörenden Welt teilhaben zu können: „Ohne HörGeräte und jetzt Cochlea-Implantate würde ich mich verloren fühlen.“

Deshalb nutzte Darja ihre HörTechnik fast die ganze Zeit, bis sie die Cochlea-Implantate bekam. Sie kann sich nicht vorstellen, wie sie ohne HörHilfe ihrer Arbeit nachgehen könnte. In ihrem Job ist sie ständig in Gesprächen und ohne die HörComputer wäre das für sie nicht möglich. Die HörGeräte sind ein Teil von ihr.

Schwer zu akzeptieren

Doch Darja hat ihre HörHilfe nicht immer zu schätzen gewusst. Es fiel ihr schwer, die Schwerhörigkeit zu akzeptieren. Eine lange Zeit schämte sie sich dafür und versteckte ihre HörGeräte unter ihren langen Haaren. Darja glaubte, daß die Leute sie nicht mögen und daß der HörVerlust sie einsam machen würde. Deshalb hat sie anderen Menschen nichts über ihre Schwerhörigkeit erzählt und hat sich am Ende dadurch einsam und missverstanden gefühlt.

Sie berichtet auch, daß sie Angst vor Gesprächen mit Menschen hatte, die nichts von ihrem HörVerlust wussten. Ihr wurde dann auch oft unwohl. Das ging so weit, daß sie begann, diese Art von Situationen zu vermeiden – wie zum Beispiel Veranstaltungen. Somit isolierte Sie sich zunehmend aus dem gesellschaftlichen Leben.

Gefühl erkannt und verstanden

Nachdem sie 15 Jahre lang schwerhörig war, akzeptiere Darja endlich die Situation und entschied sich dafür, sich nicht länger zu fühlen, als ob etwas mit ihr nicht stimmte. Zu dieser Zeit fing sie auch an, anderen Menschen über ihren HörVerlust zu erzählen:

„Die Leute reagierten normal und ich fühlte mich endlich wieder normal. Jetzt wissen alle meine Freunde, Mitarbeiter, Nachbarn sowie Freunde meiner Töchter, daß ich schwerhörig bin. Sie akzeptieren die Situation meistens sehr gut.“

Diese Erfahrungen helfen Darja heute: Sie engagiert sich im Verein der Gehörlosen und Schwerhörigen in Slowenien. Hier trifft sie Leute, die gleiche Herausforderungen erleben und versteht deren Situation. Wie Darja erklärt, unterstützen sie sich gegenseitig.

Darum rät Darja anderen Menschen mit Schwerhörigkeit: Neben einem HörTest und dem Tragen von HörSystemen empfiehlt Darja mit anderen über die Schwerhörigkeit zu reden und andere Menschen in gleicher Situation aufzusuchen. Das Austauschen und Verstanden werden hilft dabei, die Schwerhörigkeit zu akzeptieren.