Während Spinning-Kursen sind Teilnehmer oft einer neunmal höheren Lautstärke als maximal empfohlen ausgesetzt. Dies sind die Ergebnisse einer Studie des Massachusetts´ Eye-And-Ear – Infirmary (U.S.A.)

Eine Studie aus Boston (U.S.A.) hat sich mit lauter Musik während Spinning-Kursen beschäftigt und alarmierende Ergebnisse ans Licht gebracht: der durchschnittliche Lärmpegel war 9-mal höher als die empfohlene maximale Belastung an einem 8-Stunden – Arbeitstag.

Die Teilnehmer waren mehr als 30 Minuten lang einer Lautstärke von 100 Dezibel ausgesetzt. Die Trainings-Einheiten betrugen meist 45 Minuten, wobei die Lautstärke durchschnittlich über zwei Drittel der Zeit bei über 100 dB lag.

Lautstärke übersteigt Empfehlungen deutlich

Der gemessene Geräuschpegel übersteigt somit die allgemeinen Empfehlungen deutlich. Das Nationale Institut für Arbeitssicherheit und Gesundheit – NIOSH – empfiehlt eine maximale Belastung von 100 dB für maximal 15 Minuten pro Tag.

Vor allem diejenigen, die regelmäßig Spinning-Kurse belegen, sowie Instrukteure sind einem sehr hohen Risiko ausgesetzt. Für sie kann die Überschreitung der empfohlenen Belastungsgrenze schwere Folgen haben und zu einer irreparablen Schwerhörigkeit führen.

Fitness kann das Gehör schädigen

Die Ergebnisse der Studie basieren auf Messungen mit einer Smartphone-App, durchgeführt in 17 Spinning-Kursen in Boston. Die Smartphones wurden in der Getränkehalterung der Teilnehmer platziert.

Auch wenn sich die Studie nur mit Lautstärken in Spinning-Kursen beschäftigt hat, sind ähnliche Ergebnisse auch für andre Fitness-Kurse zu erwarten. Frühere Untersuchungen haben bereits belegt, daß das Thema Geräuschbelastung auch in Bodypump- und Zumba-Kursen gleiche Relevanz hat.