Übergabe der „Toilette für alle“

„Überall dort, wo Menschen sich länger als fünf Minuten aufhalten, brauchen wir auch „Toiletten für alle“, sagt Jutta Pagel-Steidl, Geschäftsführerin des Landesverbandes für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Baden-Württemberg. „Dazu braucht man einen großen Raum, eine Pflegeliege für Erwachsene, einen Patientenlifter für das Umsetzen vom Rollstuhl auf die Liege und zurück sowie einen Windel-Eimer.“ Fehlen solche Wickel-Möglichkeiten für Erwachsene, sind Menschen, die aufgrund ihres Alters, einer Behinderung oder Krankheit auf Windeln angewiesen sind, von der gesellschaftlichen Teilhabe ausgeschlossen. Allein in Baden-Württemberg sind schätzungsweise 380.000 Menschen betroffen. Ohne eine „Toilette für alle“ findet der Windelwechsel unterwegs auf dem Fußboden einer öffentlichen Toilette statt oder im Kofferraum des Autos. Das empfinden die Betroffenen als unzumutbar und entwürdigend. „Die Messe Karlsruhe hat nun mit finanzieller Unterstützung des Sozial- und Integrations-Ministeriums Baden-Württemberg zwei „Toiletten für alle“ geschaffen – als bundesweit erste Messe überhaupt“, so Pagel-Steidl weiter.