Schwerhörige Menschen mit Depression erleben eine deutliche Verbesserung der Symptome nach der Behandlung mit HörTechnik oder Cochlea-Implantat. Das hat eine Studie ergeben.

HörVerlust ist bei älteren Menschen weit verbreitet und wirkt sich auf die allgemeine körperliche und geistige Gesundheit der Betroffenen aus. Vor allem Menschen unter 70 Jahren haben ein höheres Risiko für eine Depression.

Um den Zusammenhang zwischen dem Gebrauch von einer HörHilfe oder einem Cochlea-Implantat und einer Depression bei älteren Menschen zu untersuchen, haben Forscher der John Hopkins University, dem Oklahoma College of Medicine und der Drexel University (U.S.A.) die Daten von 113 Probenden im Alter von 50 Jahren oder älter ausgewertet.

Besseres Hören hilft

Die Teilnehmer erhielten entweder eine HörTechnik (63 Teilnehmer) oder ein Cochlea-Implantat (50 Teilnehmer). Außerdem wurden ihre depressiven Symptome mit der Geriatrischen Depressions-Skala (GDS) gemessen.

Nach sechs Monaten mit HörComputer oder Cochlea-Implantat sank der GDS-Score um 28% bei den HörSystem-Benutzern und um 31% bei Probenden mit Cochlea-Implantat.

HörVerlust im Zusammenhang mit Depressionen

Eine frühere Studie, die sich auf den Daten der US National Health and Nutrition Examination Survey beruht, hatte ergeben, daß HörVerlust mit Depressionen in Verbindung steht und daß vor allem Frauen unter 70 Jahren betroffen sind.

Linderung der Symptome

Die Studie gibt Hoffnung, daß ältere Schwerhörige mit depressiven Symptomen eine Linderung der Depressions-Symptome erfahren, wenn sie eine Behandlung mit HörHilfe oder Cochlea Implantat beginnen.

Die Studie wurde in der JAMA Otolaryngology Head & Neck – Chirurgie veröffentlicht.

Quelle: www.hearinghealthmatters.org