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Eine italienische Studie zeigt, daß die mit chronischem Tinnitus verbundenen Beschwerden bei manchen Patienten Angst und Depression hervorrufen können

Brüssel, 17. April 2018 – Eine italienische Studie hat bewiesen, daß die Häufigkeit von Angst- und Depressions-Erkrankungen bei Menschen, die von chronischem Tinnitus betroffen sind signifikant höher ist als in der allgemeinen Bevölkerung.

In der Studie konnte auch ein Zusammenhang zwischen Tinnitus und dem Grad der Angst- und der Depressions-Erkrankung bestätigt werden.

Die durchschnittliche Dauer der Tinnitus-Erkrankung der Patienten lag bei sechs Jahren und neun Monaten. Die Mehrzahl der ausgewerteten Audiogramme zeigte eine symmetrische bilaterale Schwerhörigkeit, welche die hohen TonFrequenzen von 4-8 Kilo Hertz betraf. Nur 16% der Patienten hatten ein normales Gehör.

Die mit dem Tinnitus verbundenen Beschwerden wurden von 32,5% der Patienten als “schwach” eingestuft. 15% der Patienten hatten “milde” Beschwerden, 12% sprachen von “moderaten” Beschwerden, während 25% ihre Tinnitus-Beschwerden als “erheblich” und 15% als “katastrophal” beschrieben.

Bei 45% der Patienten konnten die Symptome einer Angst-Erkrankung festgestellt werden, wohingegen 26,3% der Patienten Symptome auf eine Depressions-Erkrankung zeigten. Indes waren bei 42,5% der Patienten keine Krankheitsanzeichen zu beobachten.

Über die Studie

Die Studie “Relationship between Tinnitus Perception and Psychiatric Discomfort” wurde am Seminar für Otolaryngologie an der Katholischen Universität zu Rom im Jahre 2015 durchgeführt.

Im Rahmen der Studie wurden 80 Patienten untersucht, die aufgrund eines chronischen Tinnitus zur weiteren Behandlung an das Institut überwiesen worden waren. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift International Tinnitus Journal im April 2017 veröffentlicht.

Quelle: www.ncbi.nlm.nih.gov