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In Europa verwenden Schwerhörende öfter ihre HörSysteme! Die Betroffenen haben diese auch öfter für beide Ohren. Das haben die EuroTrak-Studien aus den Jahren 2009 bis 2015 gezeigt

Brüssel, 28. November 2017 – Die Verwendung von HörGeräten in Europa bei Personen mit einem selbstberichteten HörVerlust hat zwischen 2009 und 2015 zugenommen. Die Anzahl der Schwerhörigen, die HörSysteme verwenden, ist von 33% auf 37% gestiegen. Das sind die Ergebnisse eines Vergleichs der EuroTrak-Studien aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien aus den Jahren 2009, 2012 und 2015. Die Studien wurden im American Journal of Audiology veröffentlicht.

Beide HörHilfen verwenden

Der Vergleich der EuroTrak-Studien zeigt auch, daß der Anteil der Menschen mit HörVerlust, die beidseitig mit HörTechnik versorgt sind, von 55% auf 69% gestiegen ist! Gleichzeitig ist die Anzahl der Schwerhörigen, die ihr HörGerät mit einem anderen ersetzen müssen in Deutschland und Großbritannien gefallen, in Frankreich ist sie stabil.

Die Ergebnisse der EuroTrak-Studien helfen die Faktoren zu identifizieren, die für die Zunahme der Verwendung von HörSystemen in Europa im Untersuchungs-Zeitraum verantwortlich sind.

Vorkommen von HörVerlust stabil

Während des sechsjährigen Untersuchungs-Zeitraums lag das Vorkommen von Schwerhörigkeit stabil. Insgesamt gaben 10,6% der Befragten an, HörProbleme zu haben. Das Vorkommen von HörVerlust lag bei Männern bei 11,5% und bei Frauen bei 9,7%. Unter den Befragten über 18 Jahren gaben 12,5% an, schwerhörig zu sein.

Jedoch stieg der Anteil der Befragten, die meinten schwerhörig zu sein und HörGeräte verwenden im Takt mit der Schwere der Schwerhörigkeit. 14,7% der Befragten mit geringem HörVerlust verwenden HörHilfen. Bei den Befragten mit schwerer Schwerhörigkeit waren es 73,3%.

Weitere Ergebnisse

Im American Journal of Audiology wurden auch andere Ergebnisse der EuroTrak-Studien hervorgehoben.

Die Zufriedenheit mit den Eigenschaften der HörGeräte stieg um 7% und die Zufriedenheit mit der HörGeräte-Leistung um 4%.

Diejenigen, die beidseitig mit HörTechnik versorgt sind (bilaterale Nutzer) waren zufriedener als Menschen, die nur ein HörGerät verwendeten. Sie trugen diese im Vergleich auch täglich länger.

Menschen, die HörSysteme verwenden sind abends seltener erschöpft als Menschen mit ähnlichem HörVerlust, die keine HörSysteme tragen. Es gibt auch Hinweise auf ein geringeres Vorkommen von Depressionen und ausgeprägter Vergesslichkeit bei HörGeräte-Trägern.

89% der befragten HörHilfen-Träger gaben an, daß die HörTechnik bei der Arbeit etwas oder sehr nützlich ist.

Über die Studien

Die EuroTrak-Studien werden alle drei Jahre (2009, 2012 und 2015) in mehreren Ländern durchgeführt. Die Studien basieren auf Online-Umfragen. In jeder EuroTrak-Studie werden rund 15.000 Menschen befragt. In den neun Studien wurden insgesamt mehr als 132.000 Personen befragt.

Alle EuroTrak-Studien finden Sie unter www.ehima.com

Quelle: Findings from EuroTrak-Surveys from 2009 to 2015: Hearing Loss Prevalence, Hearing Aid Adoption and Benefits of Hearing Aid Use, American Journal of Audiology (Oktober 2017).