Die HörTour der Fördergemeinschaft Gutes Hören ist europaweit die größte zusammenhängende HörTest-Aktion. 2017 wurde über 25.000mal dem Volk buchstäblich ins Ohr geschaut. Ergebnis: mehr jüngere Personen haben die kostenlosen HörTests gemacht, während in den Altersgruppen die Verteilung von normalhörend bis zu erheblichen HörMinderungen im Vergleich zu den Vorjahren weitgehend gleichbleibend ist.

Hannover, 23.01.2018 – In Zahlen heißt das: 1.201 Personen unter 20 Jahren (2016: 847) haben im schallgedämpften Messraum eines der vier FGH-HörMobile ihre Ohren fachkundig überprüfen lassen. Bei immerhin 8% wurden HörMinderungen festgestellt. Auch die Gruppe der 21 bis 40jährigen war mit 3.033 Teilnehmern (2016: 2.524) stärker vertreten als im Vorjahr. Hier lag die Quote der festgestellten Einschränkungen bereits bei 25%. Mit einem Plus von 618 stiegt die Zahl der Teilnehmer bei den 41 bis 60jährigen auf 8.169 bei 58% gemessenen HörMinderungen. Die Gruppe 60plus bildet mit 12.939 (2016: 12.342) den größten Teil der HörTest-Interessenten. Hier lag die Verbreitung von Beeinträchtigungen des Gehörs bei 84%. Weitere Differenzierungen der Mess-Ergebnisse nach den WHO-Kriterien finden sich in der FGH-Grafik mit den entsprechenden Zahlenangaben.

Die FGH-HörTour ist europaweit die größte zusammenhängende HörTest-Aktion. Die eigens dafür ausgestatteten HörMobile waren 2017 insgesamt 360mal in ganz Deutschland im Einsatz. Vor Ort wurden die HörTests jeweils von ansässigen FGH – Partner-Akustikern durchgeführt, wobei diese Überprüfungen nicht den HörTest im Fachgeschäft eines HörAkustikers ersetzen! Darüber hinaus gab es zahlreiche Informationsgespräche zu fast allen Fragen rund um das gute Hören. An dem von der Fördergemeinschaft Gutes Hören entwickelten multifunktionalen Quattro Check wurden außerdem zusätzliche Schnell-HörTests oder Lautstärkepegel-Messungen der eigenen Musik-HörGewohnheiten durchgeführt.

Insgesamt bestätigen die HörTour-Ergebnisse einerseits die zunehmende Verbreitung von HörMinderungen im Alter, sie zeigen andererseits aber auch, daß jüngere Menschen ebenfalls davon betroffen sein können. Bemerkenswert ist, dass die meisten HörTest-Teilnehmer, bei denen auch signifikante Einschränkungen der HörLeistung festgestellt wurden, noch nicht mit HörSystemen versorgt waren. „Auf der einen Seite freuen wir uns über das stetig steigende HörBewusstsein hinsichtlich LärmVermeidung und Prävention in der Bevölkerung“, sagt Christian Hastedt von der Fördergemeinschaft Gutes Hören. „Andererseits kümmern sich viele Menschen immer noch zu wenig um ihre eigene HörLeistung und schieben eine Versorgung mit HörGeräten vor sich her, obwohl sie dadurch ihre Lebensqualität so gut und komfortabel verbessern könnten wie nie zuvor.“

Als bewährte und anerkannte Aufklärungsaktion für gutes Hören ist die FGH-HörTour daher seit Jahren eine unentbehrliche Institution der Gesundheits-Vorsorge. Die erfahrenen HörBotschafter werden auch 2018 von April bis Oktober wieder für das gute Hören in Deutschland unterwegs sein. Bis dahin und währenddessen stehen allen Interessierten die rund 1.500 FGH – Partner-Akustiker zur Verfügung. Sie bedienen das gesamte Leistungsspektrum der HörAkustik vom kostenlosen HörTest über die Auswahl und individuelle Anpassung geeigneter HörTechnik bis hin zur mehrjährigen Nachbetreuung. Die FGH-Partner sind am gemeinsamen Symbol zu erkennen: dem Ohrbogen mit dem Punkt. Einen Fachbetrieb in der Nähe findet man unter www.fgh-info.de