Menschen mit plötzlichem sensorineuralen HörVerlust (SSNHL) haben ein mehr als doppelt so hohes Risiko, eine Depression zu entwickeln als Menschen ohne SSNHL. Besonders unter 60-Jährige sind betroffen.

Eine Studie zeigt, dass Menschen mit plötzlichem sensorineuralen HörVerlust ein 2,17 Mal höheres Risiko für die Ausbildung einer depressiven Störung haben als Menschen, die noch niemals SSNHL erlebt haben. Die Studie ergab auch, daß besonders die Betroffenen, die jünger als 60 Jahre sind, zur Ausbildung einer Depression neigen.

Was ist ein plötzlicher sensorineuraler HörVerlust?

Es handelt sich um einen HörVerlust in mindestens drei Frequenzen, der innerhalb weniger Tage auftritt. SSNHL kann über Nacht oder im Laufe des Tages auftreten. Menschen in jedem Alter können betroffen sein. Am häufigsten kommt SSNHL aber bei Menschen im Alter von über 50 Jahren vor.

Ursachen von plötzlicher Schwerhörigkeit

Diese können sehr unterschiedlich sein. Zu den bekannten Auslösern gehören virale Infektionen, Gefäßerkrankungen, sowie Schädeltraumen, die die Haar-Sinneszellen, das Trommelfell oder die Gehörknöchelchen beeinflussen können. Eine lange Liste von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln und idiopathische oder immunologische Störungen, sowie verschiedene Tumore im Ohr können auch zu einem plötzlichen sensorineuralen HörVerlust führen.

Wenn Sie eine plötzliche Schwerhörigkeit erleben, sollten Sie dies sehr ernst nehmen und sich umgehend an einen Spezialisten wenden.

Über die Studie

Insgesamt gingen die Daten von 1717 SSNHL-Patienten sowie der Kontrollgruppe (6.868 Personen ohne SSNHL) in die Studie ein. Die Daten stammen aus der National Health Insurance Research Database (NHIRD) in Taiwan.

Fliegen mit speziellem Gehörschutz verhindert Ohrendruck

Mainz, 29. Juni 2017 – Der Urlaub ist gebucht, die Koffer sind gepackt und das Flugzeug hebt pünktlich ab – dem Reisevergnügen scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein, Körper und Geist sind auf Erholung gepolt. Bei Flugreisen ist ein Organ besonders gefordert: Das Ohr! Es ist mit der Regulierung des Druckausgleichs beschäftigt.

Die OhrTrompete, eine Verbindung von Mittelohr und Rachenraum, sorgt dafür, dass beim Starten und Landen der Druck zwischen ca. 0.6 bar in der Flugzeugkabine und 1 bar auf der Erde ausgeglichen wird. Flugbegleiter empfehlen bei Start und Landung Kaugummi zu kauen oder zu gähnen. Diese intensiven Kiefer-Bewegungen sorgen dafür, dass sich die OhrTrompete öffnet. Bei rund einem Drittel der Passagiere hilft das nicht. Sie haben beim Fliegen Druck auf den Ohren, der manchmal sogar noch am nächsten Tag zu spüren ist. Das kann daran liegen, dass die Schleimhäute durch Erkältungen oder die trockene Luft von Klimaanlagen angeschwollen sind und eine Art Vakuum entsteht. Es kann zu einer schmerzhaften Trommelfellwölbung, schlimmsten Falls sogar zu einem Riss oder Blutungen kommen.

„Start- und Landehilfe“ für die Ohren gibt es beim HörAkustiker vor Ort. Er gibt Tipps und empfiehlt speziellen GehörSchutz, der ähnlich wie die Stöpsel zum LärmSchutz direkt im Gehörgang platziert wird. Dieser GehörSchutz ist mit einem besonderen Filtersystem ausgestattet, das wie ein Ventil wirkt und beim Fliegen für einen entschleunigten und gleichbleibenden Druckausgleich sorgt. Gleichzeitig werden die Motorengeräusche angenehm gedämpft.

Martin Blecker, Präsident der Europäischen Union der HörAkustiker e.V., empfiehlt: „HörAkustiker sind Experten für individuell angepassten GehörSchutz, der passgenau für das jeweilige Ohr angefertigt wird. Wer entspannt in die Ferien starten möchte und auch beruflich viel im Flugzeug unterwegs ist, wird beim HörAkustiker professionell beraten und bekommt individuellen und passenden GehörSchutz.“

Zusätzlich dämpft der spezielle GehörSchutz auch Umgebungslärm, z. B. von Flugzeugturbinen, brummenden Motoren oder Mitreisenden, die sich lautstark unterhalten. Urlaub kann bereits im Flugzeug beginnen – wenn es den Ohren gut geht!

Der Schweizer Musiker Marc Sway unterstützt die Hear the World – Foundation neu tatkräftig als Botschafter. Er engagiert sich erstmals für Kinder mit HörVerlust, indem er mit ihnen musiziert und so ihre SprachEntwicklung fördert. Zudem will er künftig seine Musik auch Menschen mit HörVerlust zugänglich machen und sich in der Prävention von HörVerlust engagieren.

Gewinnbringend für alle – die Zusammenarbeit zwischen der Hear the World Foundation, welche sich weltweit für bedürftige Menschen und insbesondere Kinder mit HörVerlust einsetzt und dem Musiker Marc Sway, dem gutes Hören ein grosses Anliegen ist: „Als Musiker höre, sehe und fühle ich mit meinem Gehör. Könnte ich nicht hören, wäre es mir nicht möglich, meinen Beruf auszuüben. Darum unterstütze ich das Engagement der Hear the World Foundation, weltweit besseres Hören zu ermöglichen.“

Bedürftige Kinder mit HörVerlust mittels Musik fördern

Im Mai reiste der Schweizer mit Brasilianischen Wurzeln für die Hear the World Foundation nach Sao Paolo, wo er ein von der Sonova-Stiftung unterstütztes Projekt besuchte. Das Hilfsprojekt in der Brasilianischen Stadt Sorocaba bietet mittellosen Familieneine kostenlose und professionelle hör-medizinische Versorgung. Ziel des Besuchs war es, die SprachEntwicklung benachteiligter Kinder mit HörVerlust mittels Musik zu fördern, indem er mit den Kindern musizierte, ihren HörSinn anregte und sie auf spielerische Art und Weise dazu motivierte, ihre sprachlichen Fähigkeiten zu verbessern. Sein Engagement ist viel wert. Denn eine altersgerechte SprachEntwicklung ermöglicht diesen Kindern, eine Schule zu besuchen und eröffnet ihnen somit bessere Zukunfts-Perspektiven.

Alle sollen seine Musik verstehen können

Diese Projektarbeit ist aber nur ein Teil des Engagements von Marc Sway als Botschafter für bewussteres Hören. Auf seiner Konzerttournee im Jahr 2018 wird er sowohl sein Publikum für die Bedeutung guten Hörens sensibilisieren als auch seine Musik Menschen mit HörVerlust zugänglich machen. Für Letzteres ist geplant, einen Gebärdensprach-Dolmetscher zu engagieren, der seine Songtexte auf der Bühne simultan übersetzet. „Musik ist meine Welt – eine Welt die niemandem verborgen bleiben soll“, erklärt Sway seine Beweggründe.

Ein Porträt für Aufmerksamkeit, ein Kalender für Spenden

Zum Engagement des Hear the World-Botschafters gehört auch ein Schwarz-Weiss-Porträt, das ihn in der Pose für bewusstes Hören mit der Hand hinter dem Ohr zeigt. Damit macht er in der breiten Öffentlichkeit auf die Bedeutung guten Hörens und die Folgen von HörVerlust aufmerksam. Er folgt damit dem Beispiel von bereits über 100 prominenten Botschaftern wie Plácido Domingo, Cindy Crawford, Eros Ramazzotti, Joss Stone, Kate Moss und Tina Turner, die alle vom Musiker und Fotografen Bryan Adams für Hear the World fotografiert wurden. Das Portrait von Marc wird im Hear the World Kalender 2018 publiziert. Dieser wird jedes Jahr vor Weihnachten verkauft, der Erlös kommt vollumfänglich Kindern mit HörVerlust zugute.

Über Marc Sway

Marc Sway wurde 1979 in Männedorf am ZürichSee geboren. Melodien, Rhythmen, Stimmen – das prägte seine Kindheit. Die brasilianische Mutter impfte Marc mit Samba und Bossa Nova. Vom Schweizer Vater, Sänger einer Blues- und Soul Band, gab’s Motown-Rhythmen, die sich mitten im Herz festsetzten. Aus diesem Mix entstand Marcs Gesangstil, er selbst nennt ihn Rhythm´n´Soul. Bühnenluft wurde für Marc bald zum Lebenselixier. Als Dreijähriger stand er zusammen mit seiner Familie zum ersten Mal vor Publikum. Und schon damals stellte sich heraus, dass seine Bestimmung gleichzeitig sein Talent war. 2002 wurde aus der Berufung ein Beruf. Marc spielte sich in die Herzen von Musikproduzenten, was ihm einen ersten Plattenvertrag einbrachte. Inzwischen ist der Singer-Songwriter – er schreibt und textet seine Songs im Team mit seinen Musikerfreunden – eine feste Grösse in der Schweizer Szene und gilt als der beste Live-Künstler der Schweiz. Seit 2017 unterstützt Marc Sway die Hear the World Foundation aktiv als Botschafter für bewusstes Hören.

Mainz, 15.05.2017 – Mit den Abiturprüfungen heißt es für alle Abiturienten, den Blick in Richtung Zukunft zu lenken. Für viele Schulabgänger ist die Berufs-Orientierung eine Herausforderung. Ausbildung oder Uni? Oder doch erst mal ins Ausland? Die Welt steht den Schulabgängern offen. Wie wäre es mit einem Beruf mit Anspruch und Abwechslung? Ein Beruf, der hochgradig vielfältig ist? Zum Beispiel HörAkustiker. Abitur ist keine Voraussetzung, mittlerweile aber hat es jeder zweite HörAkustik-Auszubildende.
Angehende HörAkustiker sollten ausgeprägte soziale Kompetenz mitbringen, genauso wie Interesse an medizinischen und physikalischen Themen und technischen Innovationen. Gefragt ist außerdem eine Portion handwerkliches Geschick. Die duale Ausbildung zum HörAkustiker ist eine beliebte Alternative zu einem medizinischen Studium.
„Der Beruf des HörAkustikers ist außerordentlich vielseitig“, sagt Marianne Frickel, Präsidentin der biha und selbst HörAkustik-Meisterin. „Zusätzlich hat der Beruf eine starke psychologische Komponente. HörProbleme sind ein sensibles Thema. Nicht selten fühlen sich Menschen mit einem HörVerlust schnell isoliert. Der HörAkustiker hilft ihnen, wieder zu verstehen und teilhaben zu können.“
Die Hauptaufgabe des HörAkustikers besteht darin, auf der Basis von HörTests und einem intensiven Beratungs-Gespräch über Vorerkrankungen oder speziell schwierige HörSituationen den Umfang der HörEinschränkung festzustellen. So kann er dem immer ganz individuellen Bedarf des Schwerhörigen entsprechend das HörSystem aussuchen sowie darüber hinaus geeignete Funktionen und Ergänzungen für das HörSystem empfehlen. Dieses passt der HörAkustiker dann entsprechend dem HörVermögen und dem ganz persönlichen Bedarf des Schwerhörigen an. Bei der Erst-Anpassung wird der HörAkustiker dem Kunden verschiedene geeignete HörSysteme vorstellen und mit ihm testen. Denn zusätzlich zu der optimalen akustischen Übertragung ist es für den HörErfolg wichtig, daß der Kunde sein HörSystem als angenehm empfindet.
Neben der Erst-Versorgung des Kunden ist der HörAkustiker auch für die begleitende Fein-Anpassung mit wiederholten Überprüfungen und Nachstellungen der HörSystem-Funktionen zuständig. Daneben organisiert er – wenn der gesetzliche Anspruch besteht – die Kostenübernahme durch die gesetzlichen KrankenVersicherungen und steht für Wartung und Reparaturen der HörSysteme bis zu einem gewissen Grad zur Verfügung.
Darüber hinaus berät er zu Gehörschutz und speziellem technischem Zubehör. Der HörAkustiker verfügt über Wissen aus Akustik, Audiologie, Psychologie und HörSystem-Technik und über praktische Fertigkeiten zur Audiometrie, Ohrabformung, Fertigung von Otoplastiken (Ohrpass-Stücken), Reparatur-Technik und HörSystem-Anpassung mittels Software und spezieller Mess-Technik.
Drei Jahre dauert die duale Ausbildung, die abwechselnd im Ausbildungs-Betrieb vor Ort und an der Akademie für HörAkustik und der Landes-Berufsschule fürHörAkustikerInnen in Lübeck absolviert wird. Der Beruf des HörAkustikers ist zukunftssicher, es herrscht Vollbeschäftigung mit langfristigen Perspektiven. Der erste Meilenstein ist die Gesellenprüfung nach drei Jahren.
Sehr oft haben die jungen Gesellen bereits zum Zeitpunkt ihrer Prüfung einen festen Arbeitsvertrag in der Tasche und werden direkt von ihren Ausbildungs-Betrieben übernommen. Dazu gibt es in diesem Gesundheits-Handwerk ein breites Fortbildungs-Angebot: zum Beispiel zum Tinnitus-Spezialisten oder zum Spezialisten für Kinder, dem PädAkustiker. Sie können zudem die Meisterprüfung machen, einen eigenen Betrieb eröffnen und selbst Ausbilder werden. Und wer doch noch studieren möchte, hat die Möglichkeit nach bestandener Gesellenprüfung einen Bachelor-Studiengang in HörAkustik zu belegen.

Wer seine Ohren schützt sorgt in doppelter Hinsicht vor: HörSchäden durch Lärm- und Lautstärke-Einwirkungen werden verhindert und der bewusste Umgang mit dem Gehör führt zu mehr Bewusstsein und Sensibilität gegenüber möglichen Veränderungen der HörLeistung. Universelle Ohrstöpsel oder Individuellen Gehörschutz mit Beratung gibt es bei 1.500 Partnerakustikern der Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH).

Hannover, -9. Juni 2017 ­– Lärmschutz und Spaß an lauter Musik sind kein Widerspruch. Im Gegenteil: Werden die Ohren durch zu große Lautstärke überstrapaziert, bestehen nicht nur die Gefahren von HörSchäden, anhaltenden Ohrgeräuschen (Tinnitus) und Überempfindlichkeiten bei normalen Geräuschen (Hyperakusis), das Gehör wird in eine vorübergehende Schwerhörigkeit versetzt und liefert am Ende nur noch ein dumpfes HörErlebnis, länger anhaltendes Rauschen in den Ohren inklusive. Fachleute sprechen hier von einer Temporary Threshold Shift. Bei dieser sogenannten vorübergehenden HörSchwellen-Verschiebung normalisiert sich das Gehör wieder, sofern eine ausreichende Ruhephase gegeben ist. Wer verantwortungsbewusst mit seinem HörSinn umgeht und trotzdem nicht auf lauten Musikgenuss verzichten möchte, beachtet daher einige sinnvolle Vorsichtsmaßnahmen: Abstand zu Lautsprechern und anderen Lärmquellen halten und Schallschutz nutzen. Eine komfortable Lösung ist individuell angefertigter Gehörschutz, dieser dämmt vor allem die gefährlichen hohen Frequenzen um circa 25 dB. Die dadurch entstehende Klangveränderung wird nach kurzer Zeit kaum noch wahrgenommen, da sich das Gehör daran gewöhnt.

„Das HörZentrum im Gehirn ist in der Lage, sich auf veränderte Klangbilder einzustellen, so dass der Lärmschutz schon nach kurzer Zeit nicht mehr bemerkt wird und dazu beiträgt die Ohren zu schonen“, sagt FGH Geschäftsführer Burkhard Stropahl. „Diese Eigenschaft ist übrigens auch dafür verantwortlich, dass viele Menschen beginnende HörDefizite zunächst nicht bemerken und sich an das allmählich immer schlechtere Hören und Verstehen gewöhnen.“ Wer also seine Ohren schützt sorgt in zweierlei Hinsicht vor: HörSchäden durch Lärm- und Lautstärkeeinwirkungen werden verhindert und der bewusste Umgang mit dem Gehör führt zu mehr Bewusstsein und Sensibilität gegenüber möglichen Veränderungen der HörLeistung.

Besonders bei Open-Air-Konzerten, Musikfestivals, Straßenfesten, Sportveranstaltungen und vielen anderen Gelegenheiten, bei denen es laut werden kann, denken oft nur wenige daran, ihre Ohren zu schützen. Denn als Lärm gelten in der Regel nur Geräusche, die als störend und nervend empfunden werden. Doch gerade bei Konzerten und in Diskotheken kann die Musik aufgrund ihrer Lautstärke gehörschädigend wirken, da bei diesen Anlässen viele Menschen die natürlichen Schutzmechanismen nicht mehr beachten. Experten empfehlen daher das Tragen von Gehörschutz zur Lärmprävention. Denn neben HörSturz und Knalltrauma, die unmittelbar eintreten, können auch viele kleinere Lärm-Einwirkungen, die subjektiv als folgenlos empfunden werden, sich im Laufe der Zeit zu bleibenden HörSchäden summieren. Ist man regelmäßig Lautstärken ab 85dB ausgesetzt, wirkt sich dies nachweislich schädigend auf die Ohren aus. Daher ist bei dauerhaften Geräusch-Einwirkungen dieser Intensität an Arbeitsplätzen das Tragen von GehörSchutz vorgeschrieben. Bei Lautstärken ab 100dB kann es schon nach kurzer Zeit zu bleibenden HörSchädigungen kommen – zum Vergleich, ein normales Gespräch hat eine Lautstärke von ungefähr 55-60dB. Dabei erhöhen sich die Schallpegel nicht linear, sondern um ein Mehrfaches.

Wer also möglichst lange Musik genießen und im täglichen Leben und in Gesprächen alles hören und verstehen möchte, für den ist der Schutz Ohren vor Lärm-Einwirkung ein unbedingtes Muss. Universell verwendbare Ohrstöpsel oder Individuell gefertigten GehörSchutz inklusive ausgiebiger Beratung hierzu gibt es bei den etwa 1.500 PartnerAkustikern der Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH). Darüber hinaus bieten sie auch Informationen rund ums Hören, kostenlose HörTests und alles nötige Fachwissen für eine HörGeräte-Versorgung.

Sehr viele Menschen kennen Situationen, in denen ihr Gehör an Grenzen stößt. Sie hören sonst eigentlich noch gut. Doch unter bestimmten Bedingungen – etwa im Restaurant, in Diskussionsrunden oder beim Fernsehen – fällt es ihnen schwer, Sprache zuverlässig zu verstehen. Eine große Studie des renommierten forsa Instituts will dieses Phänomen jetzt untersuchen. Die große forsa Studie „Smartes Hören“ wird in Kooperation mit hunderten HörAkustik-Fachgeschäften in vielen Orten Deutschlands durchgeführt. In Kornwestheim wird sie von HörAkustik Keck unterstützt.

Bei dieser Umfrage inklusive Möglichkeit zum HörComputer-Test betrachten wir zum einen, welche Faktoren das Verstehen beeinträchtigen“, so Meinungsforscherin Jutta Krey, Projekt-Leiterin beim forsa Institut. „Wir wollen wissen, welche Verbesserungen sich die Betroffenen wünschen und inwieweit ihnen moderne HörTechnik Ausgleich bietet.“

Darüber hinaus können auch grundlegend neuartige HörProdukte getestet werden – die smarten HörComputer. Diese gibt es erst seit kurzer Zeit. Sie bieten ihren Trägern nicht nur besseres Verstehen, sondern je nach Bedarf auch viele zusätzliche Funktionen. Man kann mit ihnen z. B. den TV-Ton oder Telefonate direkt in beiden HörSystemen empfangen. Ebenso ist es möglich, das eigene HörErleben über eine App zu steuern, Musik aus dem Mobilgerät in die HörTechnik zu übertragen und vieles mehr. Vermutet wird, dass diese Geräte ihren Trägern mitunter sogar Vorteile gegenüber denjenigen Menschen bieten, die noch gut hören können.

Kornwestheim: Anmeldung zur forsa-Studie ist ab sofort bei jünger-hören.de möglich!

Alle Teilnehmer der forsa Studie erhalten die Chance, diese neuartigen HörSysteme zwei Wochen lang im Alltag zu testen. – „Nach einem HörTest werden die Probanden fachkundig mit smarten HörComputern versorgt“, so HörAkustiker-Meister Thomas Keck aus der Lange Straße 20, dem offiziellen Partner der forsa Studie in der Region. „Je nach Bedarf erhält man zusätzliche Test-Komponenten für TV, Mobilgerät oder besonders laute HörUmgebungen. Selbstverständlich gibt es auch eine Einführung in die Verwendung der Technik.“

Vor und nach der zweiwöchigen Testphase werden die Teilnehmer gebeten, einen kurzen Online-Fragebogen zu beantworten, der vom forsa Institut mit wissenschaftlichen Methoden ausgewertet wird. Die Beantwortung ist sowohl zu Hause als auch im Fachgeschäft möglich. – „Zum einen wird ermittelt, inwieweit smarte HörSysteme das Verstehen tatsächlich spürbar verbessern“, erläutert Thomas Keck. „Zum anderen interessiert jedoch auch, wie die zusätzlichen Vorteile dieser neuen Technik erlebt werden.“

Durchgeführt wird die forsa Studie „Smartes Hören“ in Kooperation mit hunderten HörAkustik-Betrieben aus ganz Deutschland sowie auf Initiative des HörSystem-Herstellers ReSound.

Weitere Informationen zur forsa Studie „Smartes Hören“ finden Interessenten unter www.forsa-studie-smartes-hoeren.de

Jünger Hören HörAkustik, den offiziellen Partner der Studie in Kornwestheim, finden Sie in der Lange Straße 20, 70806 Kornwestheim, Telefon: (0 71 54) 81 72-123 eMail: keck.hoerakustik@gmail.com.

Damit alle hören können:
Internationaler Kongress über HörAnlagen und Barrierefreiheit
Berlin – Bei öffentlichen Veranstaltungen sind schwerhörige Menschen besonders benachteiligt. Dabei ist es heute dank moderner Technologie möglich, das HörErlebnis auch für Menschen mit Behinderungen deutlich zu verbessern.
Unter dem Motto „Future Loops“ eröffnet ein internationaler Kongress vom 6. bis 8. Oktober in Berlin Entwicklern, Planern und Anbietern aus aller Welt die Möglichkeit, sich über die neuesten Technologien und zukünftigen Ideen zu informieren und auszutauschen. Für schwerhörige Menschen bietet der Kongress die Gelegenheit, die Vorteile von HörAnlagen und verwandten Technologien kennenzulernen.
Die Teilnehmer werden mit technischen und praktischen Informationen versorgt, um vor Ort in ihrem Lebensumfeld die Zugänglichkeit für HörAnlagen zu erhöhen. Haupt-Anliegen des Kongresses, den der Selbsthilfe-Verband Deutscher Schwerhörigenbund e.V. (DSB) veranstaltet, ist ein Erfahrungsaustausch über die neueste HörAnlagen-Technik und eine offene Diskussion über etwaige Alternativen.
Zeit: Freitag 6. bis Sonntag 8. Oktober 2017
Ort: Conference Center Steglitz International, Schloßstraße/Albrechtstraße 2; 12165 Berlin
Konferenzsprachen: Englisch und Deutsch (simultan gedolmetscht)
Kommunikationshilfen: Schriftdolmetscher, HörAnlagen
Eine Familienfeier im Gemeindesaal? Keine Zeit. Ein Skatabend mit Freunden in der Kneipe? Ich muss arbeiten. Ein Konzert in der Kirche? Keine Lust. Diese Situationen sind für Menschen, die nicht mehr gut hören, eine Qual. Sie überhören vieles, fragen oft nach, bis sie es aufgeben und solche Anlässe komplett meiden, und manchmal richtig vereinsamen. Dabei wäre die Lösung so einfach: ein Hörgerät – und schon wären sie wieder mittendrin im Leben. Doch den meisten fällt diese Entscheidung nicht sehr leicht, weil sie sich die Schwerhörigkeit nicht eingestehen wollen.

Günter Steinmeier, Vorsitzender des Fachverbandes Deutscher HörAkustiker, weiß das aus eigener Erfahrung: „Der HörVerlust kommt schleichend. Man denkt, dass man alt wird. Und ein bisschen Schamgefühl ist auch dabei.“ Außerdem haben viele noch eine völlig veraltete Vorstellung von HörGeräten: „Sie pfeifen, sind groß, teuer und sind miederfarben. Doch mittlerweile sind HörSysteme kleine High-Tech-Computer, die unauffällig im oder hinter dem Ohr sitzen.“ Steinmeier trägt selbst eines seit drei Monaten und ist ganz begeistert: „Ich hätte das schon vor acht Jahren machen sollen. Man hört einfach wieder viel entspannter, und ist entspannter im Alltag.“ Das gilt besonders für Menschen, die mitten im Berufsleben stehen. Sie sollten sich rechtzeitig damit auseinandersetzen. Denn häufig erschweren Hintergrundgeräusche wie Computer, Drucker, Kopierer, Stimmengewirr, Radio oder Telefongeklingel das Hören und Verstehen. All das lässt sich erleichtern, in dem man offen über sein HörProblem spricht und etwas mehr Ruhe am Arbeitsplatz schafft. Das Wichtigste aber ist die HörTechnik selbst.

Zunächst stellt ein Ohrenarzt eine altersbedingte Schwerhörigkeit fest. Dann schickt er den Patienten zum HörAkustiker. „Dieser fragt den Alltag des Patienten ab: Welchen Beruf übt er aus? Welche Hobbys hat er, besucht er zum Beispiel gerne Konzerte? Was kann das Ohr noch verarbeiten? Wann ist es zu laut, und wann lässt die Verständlichkeit nach?“, erzählt Steinmeier. Aufgrund der persönlichen Angaben und spezieller Tests wählt der Fachmann drei bis vier Geräte aus, die in seinem Geschäft getestet werden. „Dazu werden verschiedene Situationen wie Fußballstadion, Straßenverkehr, Büro oder Kneipe über Fernseher und DolbySurround simuliert.“ Schließlich bekommt der Patient ein Gerät mit nach Hause. Dort soll er sich im Alltag bewegen und aufschreiben, wo er Probleme hat. Danach richtet sich die Feinjustierung: „Je nach Preislage haben die Geräte ein bis vier HörProgramme, zum Beispiel fürs Büro, für die Kneipe, für Zuhause und fürs Kirchenkonzert.“ Wichtig ist die Inspektion, betont Steinmeier: „Alle sechs bis neun Monate sollte man das HörSystem prüfen lassen. Passt die Feinabstimmung noch? Oder ist die Schwerhörigkeit stärker geworden? Dann wird das Gerät gereinigt und, wenn nötig, Schläuche ersetzt.“

Mehr Infos: www.wirsindhoeren.de

Übergabe der „Toilette für alle“

„Überall dort, wo Menschen sich länger als fünf Minuten aufhalten, brauchen wir auch „Toiletten für alle“, sagt Jutta Pagel-Steidl, Geschäftsführerin des Landesverbandes für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Baden-Württemberg. „Dazu braucht man einen großen Raum, eine Pflegeliege für Erwachsene, einen Patientenlifter für das Umsetzen vom Rollstuhl auf die Liege und zurück sowie einen Windel-Eimer.“ Fehlen solche Wickel-Möglichkeiten für Erwachsene, sind Menschen, die aufgrund ihres Alters, einer Behinderung oder Krankheit auf Windeln angewiesen sind, von der gesellschaftlichen Teilhabe ausgeschlossen. Allein in Baden-Württemberg sind schätzungsweise 380.000 Menschen betroffen. Ohne eine „Toilette für alle“ findet der Windelwechsel unterwegs auf dem Fußboden einer öffentlichen Toilette statt oder im Kofferraum des Autos. Das empfinden die Betroffenen als unzumutbar und entwürdigend. „Die Messe Karlsruhe hat nun mit finanzieller Unterstützung des Sozial- und Integrations-Ministeriums Baden-Württemberg zwei „Toiletten für alle“ geschaffen – als bundesweit erste Messe überhaupt“, so Pagel-Steidl weiter.