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Lärm kann unsere Gesundheit auf vielfältige Weise beeinträchtigen und ist eine der größten Ursachen von Schwerhörigkeit

Brüssel, 23. April 2018 – Am 25.04. fand der Tag gegen Lärm – International Noise Awareness Day in Deutschland und weltweit statt. Im Rahmen der Aktion werden alle Menschen dazu aufgefordert, etwas gegen LärmBelastungen am Arbeitsplatz, im Zuhause und bei Freizeit-Veranstaltungen zu tun.

Der International Noise Awareness Day ist ein globaler Aktionstag. Ziel des Tages ist, die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf die LärmProblematik und deren Auswirkungen auf unser Leben und unsere Gesundheit zu lenken.

Lärm kann zu Schwerhörigkeit führen

Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen übermäßigem Lärm und Schwerhörigkeit. Wird das Gehör Lärm und hoher Lautstärke ausgesetzt, kann dies zu einer lärmbedingten Schwerhörigkeit und Tinnitus führen.

Gemäß dem Center for Hearing and Communication (CHC) sind in vielen Ländern der Welt Aktivitäten geplant, die zur Sensibilisierung und Aufklärung der Bevölkerung bezüglich übermäßigen Lärms, dessen Folgewirkungen und zur Reduktion der alltäglichen LärmBelastung beitragen sollen. Der Aktionstag wird in Brasilien, Chile, Italien, Spanien, Lettland und den USA gefeiert. In den letzten Jahren wurden auch in Australien, Asien und Singapur Veranstaltungen zum Thema Lärm abgehalten.

In Deutschland findet der Aktionstag unter dem Namen Tag gegen Lärm (TgL) seit 1998 statt. Der Tag gegen Lärm ist eine Aktion der Deutschen Gesellschaft für Akustik (DEGA e.V.). Unter dem Motto “LAUT war gestern!” wird somit am 25. April der 21. Tag gegen Lärm bundesweit gefeiert.

Die Rolle des Center for Hearing and Communication

Der International Noise Awareness Day wurde in den USA im Jahre 1996 durch das Center for Hearing and Communication ins Leben gerufen. Ziel des Aktionstages ist es, Aufmerksamkeit bezüglich der Auswirkungen von Lärm auf die LebensQualität und die Gesundheit der Bevölkerung zu erregen. Der Tag wird alljährlich am letzten Mittwoch im April begangen.

Hier finden Sie weitere Informationen zum International Noise Awareness Day

Informationen zum Tag gegen Lärm finden Sie hier

 

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Eine italienische Studie zeigt, daß die mit chronischem Tinnitus verbundenen Beschwerden bei manchen Patienten Angst und Depression hervorrufen können

Brüssel, 17. April 2018 – Eine italienische Studie hat bewiesen, daß die Häufigkeit von Angst- und Depressions-Erkrankungen bei Menschen, die von chronischem Tinnitus betroffen sind signifikant höher ist als in der allgemeinen Bevölkerung.

In der Studie konnte auch ein Zusammenhang zwischen Tinnitus und dem Grad der Angst- und der Depressions-Erkrankung bestätigt werden.

Die durchschnittliche Dauer der Tinnitus-Erkrankung der Patienten lag bei sechs Jahren und neun Monaten. Die Mehrzahl der ausgewerteten Audiogramme zeigte eine symmetrische bilaterale Schwerhörigkeit, welche die hohen TonFrequenzen von 4-8 Kilo Hertz betraf. Nur 16% der Patienten hatten ein normales Gehör.

Die mit dem Tinnitus verbundenen Beschwerden wurden von 32,5% der Patienten als “schwach” eingestuft. 15% der Patienten hatten “milde” Beschwerden, 12% sprachen von “moderaten” Beschwerden, während 25% ihre Tinnitus-Beschwerden als “erheblich” und 15% als “katastrophal” beschrieben.

Bei 45% der Patienten konnten die Symptome einer Angst-Erkrankung festgestellt werden, wohingegen 26,3% der Patienten Symptome auf eine Depressions-Erkrankung zeigten. Indes waren bei 42,5% der Patienten keine Krankheitsanzeichen zu beobachten.

Über die Studie

Die Studie “Relationship between Tinnitus Perception and Psychiatric Discomfort” wurde am Seminar für Otolaryngologie an der Katholischen Universität zu Rom im Jahre 2015 durchgeführt.

Im Rahmen der Studie wurden 80 Patienten untersucht, die aufgrund eines chronischen Tinnitus zur weiteren Behandlung an das Institut überwiesen worden waren. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift International Tinnitus Journal im April 2017 veröffentlicht.

Quelle: www.ncbi.nlm.nih.gov

 

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Wenn Sie täglich den öffentlichen Personen-Nahverkehr benutzen, kann für Sie ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer lärmbedingten Schwerhörigkeit bestehen. Das hängt damit zusammen, daß Pendler im öffentlichen Personen-Nahverkehr übermäßigem Lärm ausgesetzt sind. Dies zeigt eine kanadische Studie.

Brüssel, -5. April 2018 – Obwohl sich der Geräuschpegel im öffentlichen Personen-Nahverkehr innerhalb der empfohlenen Sicherheitsgrenze für Lärm befindet, sind Pendler Lärm-Spitzenbelastungen ausgesetzt, die lärmbedingte Schwerhörigkeit begünstigen können. Diese Folgewirkung hat eine kanadische Studie bewiesen.

Lärmpegel im Verkehr

Ziel der Studie war es, folgende Frage zu beantworten: Wie schaden unterschiedliche Lärmpegel im öffentlichen Personen-Nahverkehr der Gesundheit der Pendler? Dazu wurden die durchschnittlichen LärmPegel gemessen, denen Pendler beim Warten an Bahnsteigen, Bus- und Straßenbahn-Stationen oder auf der Radtour oder dem Fußweg zwischen Zuhause, U-Bahn und Arbeitsplatz ausgesetzt sind. Die Studie konnte beweisen, daß Radfahrer im Vergleich zu Fußgängern oder Personen im motorisierten Individualverkehr einer höheren LärmBelastung ausgesetzt sind. Die Messungen die in der U-Bahn durchgeführt wurden zeigten, daß Pendler, die sich auf den Bahnsteigen befinden, einer höheren LärmBelastung ausgesetzt sind als Pendler, die sich innerhalb der Waggons aufhalten. Darüber hinaus ist der LärmPegel an Bahnsteigen höher als der GeräuschPegel im motorisierten Individualverkehr.

Anhand des Vergleichs von Verkehrsteilnehmern im öffentlichen Personen-Nahverkehr und im motorisierten Individualverkehr, konnte die Studie Folgendes festhalten: Die höchste Lärmbelastung im öffentlichen Personen-Nahverkehr besteht an Bushaltestellen, während die Lärmbelastung im Individualverkehr beim Radfahren am höchsten ist.

Lärm-Spitzenbelastung ist gesundheitsschädlich

Die Studie beschrieb die LärmBelastung beim Transport als kurzwahrigen und extrem lauten Krach, der durch Impuls-Geräusche verursacht wird. Laut der amerikanischen Umweltschutz-Behörde (Environmental Protection Agency, kurz: EPA) gilt Folgendes: Wird das Gehör für mehr als vier Sekunden einem Lärmpegel von 114 Dezibel oder für nur eine Sekunde einer Lautstärke von 120 Dezibel ungeschützt ausgesetzt, besteht ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer lärmbedingten Schwerhörigkeit. Die Lärm-Spitzenbelastung im öffentlichen Personen-Nahverkehr überschreitet diese Grenzwerte, und ist damit genauso schädlich wie eine fortwährende Belastung mit leiseren Geräuschen.

“Der durchschnittliche Geräuschpegel ist eigentlich recht akzeptabel. Besorgniserregend sind jedoch die Spitzenbelastungen, welchen die Verkehrs-Teilnehmer ausgesetzt sind.”, sagt Dr. Vincent Lin, der als Forscher an der Studie beteiligt war und als Dozent im Fachbereich für Oto- und Laryngo-logie (Hals-Nasen-Ohren – Heilkunde) an der Universitet zu Toronto in Kanada arbeitet.

Die in der U-Bahn durchgeführten Messungen zeigten, daß bei 20 Prozent der registrierten SchallEreignisse eine Lärm-Spitzenbelastung von mehr als 114 Dezibel auftrat. Die von der EPA festgelegten Grenzwerte für Lärm wurden hier also deutlich überschritten. Bei bis zu 85 Prozent der an Bushaltestellen vorgenommenen Messungen überschritten die Schallereignisse darüber hinaus den Grenzwert von 120 Dezibel mit 54 Prozent. Aufgrund der Registrierung dieser extremen Lärmbelastungen konnte die Studie beweisen, daß Pendler im öffentlichen Personen-Nahverkehr einem größeren Risiko für lärmbedingte Schwerhörigkeit ausgesetzt sind.

Über die Studie

Die Studie wurde in der kanadischen Stadt Toronto im Zeitraum von April bis August 2016 durchgeführt. Sie umfasste den öffentlichen Personen-Nahverkehr (Bus-, U-Bahn- und Straßenbahn-Verkehr) und Individualverkehr (Pkw-, Rad- und Fuß-Verkehr) in der Stadt. Die Geräuschpegel wurden mit SchallDosimetern gemessen, welche Pendler bei der Verkehrsteilnahme an ihren Hemdenkragen trugen. Alle Messungen wurden an Werktagen zwischen sieben und neunzehn Uhr in Fahrzeugen und an Bahnsteigen durchgeführt. Insgesamt wurden 210 Messungen vorgenommen und mit den von der EPA empfohlenen Grenzwerten verglichen. Durch Einstufung der registrierten Schallereignisse auf einer Dezibelskala sollte herausgefunden werden, wie gesundheits-schädlich der LärmPegel im Straßenverkehr eigentlich ist.

Die Studie “Noise exposure while commuting in Toronto – a study of personal and public transportation in Toronto” wurde in der Fachzeitschrift Journal of Otolaryngology – Head & Neck Surgery im November 2017 veröffentlicht.

Quelle: www.ncbi.nlm.nih.gov und Journal of Otolaryngology – Head & Neck Surgery

 

Kopfhörer und HörSysteme nähern sich immer weiter an und zeigen das Potenzial, das sie bei Gesundheit und Lifestyle haben. Kopfhörer übernehmen Aufgaben im Fitness- und Gesundheits-Bereich, während HörSysteme neben dem Ausgleich von HörDefiziten ihren Nutzern den Zugang zur digitalen Kommunikation eröffnen. Diese technische Entwicklung zeigt die Wichtigkeit des HörSinns für Alltag und LebensQualität.

Hannover, 22.06.2018 – Technische Entwicklungen und Verbraucher-Gewohnheiten lassen zusammenwachsen, was zusammengehört: das schöne Hören auf der einen und das gute Hören auf der anderen Seite. Es geht um die vielfältigen Einsatz-Möglichkeiten, mit denen Audio-Geräte einerseits und HörSysteme andererseits den Menschen das Leben leichter und komfortabler machen. Auslöser und verbindendes Element dieses Trends ist die Bluetooth-Technologie, mit der im Bereich der Kopfhörer inzwischen auch das letzte störende Kabel zwischen den beiden Ohrhörern überflüssig geworden ist. HörSysteme setzen die drahtlosen Verbindungen schon lange ein, um untereinander und mit dem Mobiltelefon, TV oder anderen Audiogeräten zu kommunizieren.

Die Nutzer dieser Technologien wissen die Mobilität, die erweiterten Möglichkeiten und die daraus resultierende LebensQualität zu schätzen. Das zeigen auch die stetig steigenden Absatzzahlen sowohl der kabellosen Audiogeräte wie auch der vom HörAkustiker angepassten HörHilfen (Quelle: GfK*). Die einfache Verbindung und Vernetzung verschiedener Geräte untereinander ermöglicht völlig neue Einsatzgebiete über die klanglichen und hör-akustischen Fähigkeiten und Qualitäten hinaus.

Schaltzentrale und Bedienoberfläche ist dabei das Smartphone als ausführendes Medium für das Musikhören, Radiohören, Telefonieren, für Sprachansagen etwa der Navigations-App oder den Dialog mit dem Sprach-Assistenten. Die noch lange nicht erschlossene Fülle an Informationen erreicht die Nutzer über das Ohr, das damit zur wichtigsten Schnittstelle der Kommunikation zwischen Mensch und Maschine wird. Die zunehmende Verbreitung von Sprach-Assistenten ist ein weiteres Indiz dafür, daß der akustische Zugang zu digitalen Informationen auf dem Vormarsch ist und die Visualität in vielen Bereichen ablöst.

Indem die Kommunikations-Elektronik sich mehr und mehr auf das Hören konzentriert, kommt damit auch der HörAkustik eine wachsende Bedeutung zu. Denn immer mehr Menschen verbessern durch HörSysteme nicht nur ihre akustische Orientierung und ihr SprachVerständnis gegenüber den Mitmenschen, sie erschließen sich auf komfortable Art und Weise auch gleichzeitig die Welt der digitalen Kommunikation. Schnell wird dabei klar, daß auch ein funktionierendes Gehör immer wichtiger wird. Der HörTest bei einem HörAkustiker ist daher ein perfekter Schritt zur persönlichen HörGesundheit. Damit können auch schon kleine Veränderungen der HörFähigkeit gemessen werden, die sich vielleicht noch kaum bemerkbar machen, sich auf längere Sicht aber nachteilig auswirken.

Systematische HörPrävention zählt für die Fördergemeinschaft Gutes Hören seit über 50 Jahren zu ihren Kernkompetenzen. Als HörExperten vor Ort stehen allen Interessierten die rund 1.500 FGH-PartnerAkustiker zur Verfügung. Sie bieten das gesamte Leistungs-Spektrum vom kostenlosen HörTest über Gehör- und Lärm-Schutz, InEar-Monitoring und HörComputer-Anpassung inklusive der Einbindung von SmartPhones für die heute gängigen Funktionen. Die FGH-Partner informieren außerdem über neueste Trends und technische Entwicklungen. Zu erkennen sind sie am Ohrbogen mit dem Punkt. Ihren Fachbetrieb in der Nähe finden Sie hier

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Berlin, 05.06.2018 – Der Deutsche Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte unterstützt eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM), die sich gegen die zunehmende Ökonomisierung der Medizin richtet. Mit dem KlinikCodex „Medizin vor Ökonomie“ will die Fachgesellschaft ein Zeichen für das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient setzen. Bei seiner jüngsten Sitzung im März sprach sich der Bundesvorstand des HNO-Berufsverbandes einstimmig dafür aus, sich dem Klinik Codex anzuschließen.

Ärztinnen und Ärzte geraten in ihrem Arbeitsalltag zunehmend in einen Konflikt zwischen Patientenwohl und ökonomischen Anforderungen und Rahmensetzungen, der sowohl das Patientenwohl als auch mittel- und lang-fristig die ärztliche Profession gefährdet, kritisieren die Autoren des Codex. „Er ist ein pragmatischer Ansatz zur Unterstützung aller Ärztinnen und Ärzte, die sich verpflichten, ihr ärztliches Handeln stets am Wohl des Patienten auszurichten – mit absolutem Vorrang gegenüber ökonomischen Überlegungen“, so Prof. Petra-Maria Schumm-Draeger, stellvertretende Vorsitzende der DGIM und eine der Initiatorinnen des Codex, bei dessen Vorstellung im Herbst letzten Jahres in Berlin. Besonders für die jungen Ärzte sei ein solches Leitbild notwendig, erklärte Dr. Matthias Raspe, Internist in Weiterbildung: „Die unreflektierte Übernahme ökonomischer Begrifflichkeiten in den ärztlichen Sprachgebrauch sind eine Gefahr für das ärztliche Grundverständnis.“

Der HNO-Berufsverband unterstützt das Anliegen der internistischen Fachgesellschaft und zieht Parallelen zwischen den Zwängen im Krankenhaus und der Situation im niedergelassenen Bereich: „Als Fachärzte für Hals-Nasen-Ohren – Heilkunde fühlen wir uns dem Ansinnen dieses Versprechens verpflichtet. Auch für uns niedergelassen tätige Ärzte sind ökonomische Zwänge allgegenwärtig. Bei der Behandlung unserer Patienten bewegen wir uns tagtäglich im konfliktreichen Spannungsfeld der bestmöglichen Patientenversorgung und dem, was nach Ansicht des Gesetzgebers den Kriterien ‚wirtschaftlich, ausreichend, notwendig und zweckmäßig‘ entspricht. In vielerlei Hinsicht finden sich hier Parallelen zur wirtschaftlichen Orientierung der Krankenhäuser“, so das Präsidium des Berufsverbandes.

Alle Informationen zum Klinik Codex sind auf den Internetseiten der DGIM e.V. abrufbar: www.dgim.de/klinik-codex

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Gemäß einer umfassenden schwedischen Studie sind Hörgeräteträger, die zwei Geräte benutzen, zufriedener mit ihrem Hörgeräte. Auch erfahrene Hörgeräteträger berichten von einem zufriedenstellenden Hörerlebnis.

Brüssel, 28. März 2018 – Eine schwedische Studie zeigte, daß HörSystem-Träger, die zwei HörGeräte gebrauchen zufriedener sind als Benutzer, die nur mit einem Gerät ausgestattet sind. Die Zufriedenheit der HörSystem-Träger wurde mithilfe eines Fragebogens festgestellt. Hierbei erlangten Nutzer beidseitiger (bilateraler) HörHilfen bei allen Fragen eine höhere Punktzahl als Benutzer einer einseitigen Anordnung.

Die Umfrage zeigte auch, daß erfahrene HörSystem-Träger eine höhere Punktzahl bei Fragen zu Vorteilen bei und zur Zufriedenheit mit ihren HörComputern erreichten. Im Gegensatz dazu berichteten unerfahrene HörGeräte-Träger häufiger von residualen Problemen.

Daten aus einer umfassenden Datenbank

Ziel der Studie war die Analyse umfassender Daten basierend auf Fragebögen, welche im Rahmen der “International Outcome Inventory for Hearing Aids”-Umfrage (IOI-HA) ausgefüllt wurden. An der Umfrage haben über hunderttausend Menschen teilgenommen. Alle Teilnehmer sind in Schweden im Zeitraum von 2012 bis 2016 mit neuer HörTechnik ausgestattet worden.

Über die sieben IOI-HA Punkte hinaus wurden in der Umfrage weitere Problem-Stellungen angesprochen. Die Fragebögen wurden den teilnehmenden HörSystem-Trägern drei bis sechs Monate nach Anpassung der neuen Geräte zugeschickt. Die Ergebnisse der Umfrage wurden an ein unabhängiges Forschungsinstitut zurückgesendet und dort ausgewertet.

Die Studie “International Outcome Inventory for Hearing Aids: Data from a Large Swedish Quality Register Database” wurde im Oktober 2017 in der Fachzeitschrift American Journal of Audiology publiziert.

Quelle: American Journal of Audiology

 

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Alles auf früher: Hören hilft erinnern

Mainz, 1. Juni 2018 – Das verblasste Schwarz-Weiß – Foto, das angeschlagene Goldrand-Porzellan, der Duft des frischgebackenen Streuselkuchens: Bilder und vor allem Gerüche aus früheren Zeiten wecken Erinnerungen. Es rauscht und knackt, dann ist der Sender da: HörSpiele, Musik oder Nachrichten – das Radio war das „YouTube“ der 50er Jahre. Die Erinnerung an Gehörtes verbindet Vergangenheit mit Gegenwart, läßt ein vertrautes Gefühl entstehen. Deshalb engagieren sich HörAkustiker gemeinsam mit anderen in einem einfühlsamen Projekt. Christine Schön hat ein Radioformat entwickelt, das dem HörFunk aus den 50er Jahren ähnelt: für Menschen mit Demenz. Es gibt einen Zusammenhang zwischen unversorgter Schwerhörigkeit und Altersdemenz, das sagen aktuelle Studien. Marianne Frickel, Präsidentin der biha, dazu: „Wer schlecht hört, trainiert sein Gehirn weniger, Nervenverbindungen werden abgebaut. Oft isoliert sich der Betroffene, ein Risikofaktor für Demenz. Eine gute HörSystem-Versorgung dagegen ermöglicht die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und kann die Entwicklung einer Demenz beeinflussen.“ Viele der heute Erkrankten waren in den 50er Jahren jung und schon mangels Alternativen treue Radiohörer. Wichtiger Unterschied des CD-Projekts zu Radio-Mitschnitten aus der Zeit ist die für die CD´s vorgenommene Entschleunigung. Die Texte werden langsam gesprochen, unterbrochen von Schlagern aus der Vergangenheit, Sprichwörter und Altvertrautes wecken Erinnerungen. Denn nur wenn die Zuhörer den Sendungen auch folgen können, bleiben sie dabei. „HörZeit – Radio wie früher“ gibt es als CD´s im medhochzwei-Verlag. Die Bundesinnung der HörAkustiker hat die Ausgabe „Arbeit – Beruf und Berufung!“ gemeinsam mit der IKK Südwest sowohl inhaltlich als auch finanziell unterstützt. Im Angehörigen-Teil informiert sie über die so wichtige HörSystem-Versorgung von Demenz-Erkrankten. Reinhören lohnt garantiert!
Hintergrund zum HörAkustiker-Handwerk
In Deutschland gibt es etwa 5,4 Millionen Menschen mit einer indizierten Schwerhörigkeit. Tendenz steigend. Schwerhörigkeit zählt zu den zehn häufigsten gesundheitlichen Problemen. Mit 6.300 HörAkustiker-Betrieben und ca. 15.000 HörAkustikern versorgt das HörAkustiker-Handwerk ca. 3,5 Millionen Menschen in Deutschland mit qualitativ hochwertigen, volldigitalen HörSystemen. Die Bundesinnung der HörAkustiker (biha) K.d.ö.R. vertritt die Interessen der HörAkustiker in Deutschland.
Neben der Erst-Versorgung des Kunden ist der HörAkustiker auch für die begleitende Fein-Anpassung mit wiederholten Überprüfungen und Nachstellungen der HörSystem-Funktionen zuständig. Daneben organisiert er – wenn der gesetzliche Anspruch besteht – die Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenversicherungen und steht für Wartung und Reparaturen der HörSysteme bis zu einem gewissen Grad zur Verfügung.
Darüber hinaus berät er zu Gehörschutz und speziellem technischem Zubehör. Der HörAkustiker verfügt über theoretisches Wissen aus der Akustik, Audiologie, Psychologie und HörSystem-Technik und über praktische Fertigkeiten zur Audiometrie und Otoplastik.

 

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Die Hear the World Foundation bekommt prominente Verstärkung aus Deutschland: Der Singer-Songwriter Gregor Meyle wird neuer Botschafter für bewusstes Hören. Er unterstützt die Schweizer Stiftung in ihrer Vision: eine Welt zu schaffen, in der jeder Mensch die Chance auf gutes Hören hat. Die Hear the World Foundation ermöglicht bedürftigen Kindern mit HörVerlust auf der ganzen Welt besseres Hören.

Stäfa (Schweiz) 12. Juli 2018 – Hut, Brille, Bart – und die Gitarre immer dabei. So ist Gregor Meyle schon seit Jahren erfolgreich auf deutschen Bühnen unterwegs. Bei jährlich etwa hundert Live-Auftritten in Clubs, Stadthallen und auf großen Open-Air – Bühnen hat er sich eine treue Fangemeinde erspielt – und es mit seinen poetischen Songs in die Top-Ten der deutschen Album-Charts geschafft. Viele kennen den sympathischen Vollblut-Musiker aus Fernsehsendungen wie „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ und seiner eigenen Musikshow „Meylensteine“.

Der 39-Jährige lebt für die Musik – mit ein Grund, warum ihm gutes Hören so am Herzen liegt. „Für mich ist mein Gehör das wichtigstes Werkzeug, ich wüsste nicht, wie ich es ohne diesen Sinn schaffen könnte“, sagt Meyle. „Deshalb ist es mir eine Herzensangelegenheit, die Arbeit der Hear the World Foundation zu unterstützen.“ Gregor Meyles erster Einsatz als Botschafter führt ihn schon bald nach Südafrika: In Kapstadt wird er Kinder mit HörVerlust in Townships unterstützen.

Als Botschafter für Hear the World befindet sich Gregor Meyle in bester Gesellschaft: Mehr als 100 prominente Persönlichkeiten setzten sich für die Stiftung ein, darunter Sting, Bruce Springsteen, Cindy Crawford, Peter Maffay — und Bryan Adams, der Gregor Meyle in der Pose für bewusstes Hören porträtiert hat.

Hear the World hilft Kindern in Not
Kinder mit einem unversorgten HörVerlust werden in vielen Ländern ausgegrenzt, können nicht sprechen lernen, keine Schule besuchen und haben folglich schlechte Zukunfts-Perspektiven. Das Ziel der Hear the World Foundation: Diese Kinder sollen sich altersgerecht entwickeln können und die gleichen Chancen erhalten wie normal hörende Kinder. Seit 2006 hat die Hear the World Foundation mehr als 90 Projekte auf fünf Kontinenten unterstützt. Die Stiftung spendet HörLösungen, hilft mit finanziellen Mitteln ebenso wie mit Experten, die hör-medizinische Versorgung leisten und lokale Fachkräfte schulen.

HörVerlust – ein unterschätztes Problem mit gravierenden Folgen
Die Bedeutung von HörVerlust wird immer noch unterschätzt, obwohl die Zahlen eine deutliche Sprache sprechen: Der Weltgesundheits-Organisation (WHO) zufolge sind über 466 Millionen Menschen (mehr als 5 Prozent der Weltbevölkerung) von einem mittleren bis hochgradigen HörVerlust betroffen – davon rund 34 Millionen Kinder. Die meisten der Betroffenen leben in Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen und haben keinen Zugang zu einer hör-medizinischen Versorgung. Wird HörVerlust nicht behandelt kann das besonders für Kinder gravierende Folgen haben: sie lernen nicht richtig sprechen, haben kaum Chancen auf Schulbildung und werden häufig sozial ausgegrenzt.

Mehr zum Projekt in Südafrika, welches Meyle besucht

Kopfhörer und HörSysteme nähern sich immer weiter an und zeigen das Potenzial, das sie bei Gesundheit und Lifestyle haben. Kopfhörer übernehmen Aufgaben im Fitness- und Gesundheits-Bereich, während HörSysteme neben dem Ausgleich von HörDefiziten ihren Nutzern den Zugang zur digitalen Kommunikation eröffnen. Diese technische Entwicklung zeigt die Wichtigkeit des HörSinns für Alltag und LebensQualität.

Hannover, 22.06.2018 – Technische Entwicklungen und Verbraucher-Gewohnheiten lassen zusammenwachsen, was zusammengehört: das schöne Hören auf der einen und das gute Hören auf der anderen Seite. Es geht um die vielfältigen Einsatz-Möglichkeiten, mit denen Audio-Geräte einerseits und HörSysteme andererseits den Menschen das Leben leichter und komfortabler machen. Auslöser und verbindendes Element dieses Trends ist die Bluetooth-Technologie, mit der im Bereich der Kopfhörer inzwischen auch das letzte störende Kabel zwischen den beiden Ohrhörern überflüssig geworden ist. HörSysteme setzen die drahtlosen Verbindungen schon lange ein, um untereinander und mit dem Mobiltelefon, TV oder anderen Audiogeräten zu kommunizieren.

Die Nutzer dieser Technologien wissen die Mobilität, die erweiterten Möglichkeiten und die daraus resultierende LebensQualität zu schätzen. Das zeigen auch die stetig steigenden Absatzzahlen sowohl der kabellosen Audiogeräte wie auch der vom HörAkustiker angepassten HörHilfen (Quelle: GfK*). Die einfache Verbindung und Vernetzung verschiedener Geräte untereinander ermöglicht völlig neue Einsatzgebiete über die klanglichen und hör-akustischen Fähigkeiten und Qualitäten hinaus.

Schaltzentrale und Bedienoberfläche ist dabei das Smartphone als ausführendes Medium für das Musikhören, Radiohören, Telefonieren, für Sprachansagen etwa der Navigations-App oder den Dialog mit dem Sprach-Assistenten. Die noch lange nicht erschlossene Fülle an Informationen erreicht die Nutzer über das Ohr, das damit zur wichtigsten Schnittstelle der Kommunikation zwischen Mensch und Maschine wird. Die zunehmende Verbreitung von Sprach-Assistenten ist ein weiteres Indiz dafür, daß der akustische Zugang zu digitalen Informationen auf dem Vormarsch ist und die Visualität in vielen Bereichen ablöst.

Indem die Kommunikations-Elektronik sich mehr und mehr auf das Hören konzentriert, kommt damit auch der HörAkustik eine wachsende Bedeutung zu. Denn immer mehr Menschen verbessern durch HörSysteme nicht nur ihre akustische Orientierung und ihr SprachVerständnis gegenüber den Mitmenschen, sie erschließen sich auf komfortable Art und Weise auch gleichzeitig die Welt der digitalen Kommunikation. Schnell wird dabei klar, daß auch ein funktionierendes Gehör immer wichtiger wird. Der HörTest bei einem HörAkustiker ist daher ein perfekter Schritt zur persönlichen HörGesundheit. Damit können auch schon kleine Veränderungen der HörFähigkeit gemessen werden, die sich vielleicht noch kaum bemerkbar machen, sich auf längere Sicht aber nachteilig auswirken.

Systematische HörPrävention zählt für die Fördergemeinschaft Gutes Hören seit über 50 Jahren zu ihren Kernkompetenzen. Als HörExperten vor Ort stehen allen Interessierten die rund 1.500 FGH-PartnerAkustiker zur Verfügung. Sie bieten das gesamte Leistungs-Spektrum vom kostenlosen HörTest über Gehör- und Lärm-Schutz, InEar-Monitoring und HörComputer-Anpassung inklusive der Einbindung von SmartPhones für die heute gängigen Funktionen. Die FGH-Partner informieren außerdem über neueste Trends und technische Entwicklungen. Zu erkennen sind sie am Ohrbogen mit dem Punkt. Ihren Fachbetrieb in der Nähe finden Sie hier

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Laut einer französischen Studie erhöht eine unbehandelte Schwerhörigkeit Ihr Risiko einer Demenzerkrankung und beschleunigt den Rückgang geistiger und körperlicher Fähigkeiten. Die selbe Studie zeigt jedoch auch, daß der Gebrauch von HörTechnik diesen Risiken beträchtlich entgegenwirkt. Für Männer mit einer unbehandelten Schwerhörigkeit ist zudem das Risiko an einer Depression zu erkranken größer als bei Benutzern von HörHilfen.

Brüssel, 15. März 2018 – Eine große wissenschaftliche Studie aus Frankreich hat bewiesen, daß Senioren und ältere Menschen, die trotz eines eingeschränkten HörVermögens keine HörGeräte verwenden einem viel höheren Risiko für eine Demenzerkrankung ausgesetzt und stärker von geistigem und körperlichem Verfall betroffen sind als Menschen, die HörTechnik einsetzen oder nicht an Schwerhörigkeit leiden.

Gemäß der Studie beugt der Gebrauch von HörSystemen sowohl dem Risiko einer Demenzerkrankung als auch körperlichen und geistigen Einschränkungen vor. Im Vergleich zur Kontrollgruppe (Personen ohne selbstberichtete Schwerhörigkeit) konnte die Studie bei Benutzern von HörHilfen kein erhöhtes Erkrankungsrisiko feststellen!

Diese Ergebnisse stammen aus der PAQUID-Studie, die unter der Leitung von Professor Hélène Amieva durchgeführt wurde. Im Rahmen dieser epidemiologischen Studie wurden 3.777 Teilnehmern im Alter von über 65 Jahren über einen Zeitraum von 25 Jahren ärztlich begleitet.

Demenz

Die PAQUID-Studie zeigt, daß das Risiko einer Demenzerkrankung für Personen die selbst von einem HörVerlust berichteten und keine HörGeräte verwendeten, signifikant höher war als für Personen mit einem normalen HörVermögen oder für Benutzern von HörHilfen. Eine unbehandelte Schwerhörigkeit erhöhte das Erkrankungsrisiko um 21 Prozent. Im Vergleich zu Personen mit einem normalen HörVermögen, bestand für HörSystem-Träger kein erhöhtes Risiko.

Körperliche Fähigkeiten

Gemäß PAQUID stellt eine unbehandelte Schwerhörigkeit eine erhebliche Behinderung im Alltag da. Im Vergleich zur Kontrollgruppe war das Verletzungsrisiko bei alltäglichen Aktivitäten (wie z.B. beim Baden oder Ankleiden) bei Teilnehmern mit einer unbehandelten Schwerhörigkeit um 28 Prozent erhöht. Bei instrumentellen Aktivitäten, wie zum Beispiel beim Telefonieren, im Umgang mit Medikamenten und Geld, beim Einkaufen oder bei der Teilnahme im Straßenverkehr, war das Gefahrenrisiko für Probanden mit einer unbehandelten Schwerhörigkeit um 13 Prozent erhöht. Für Teilnehmer, die ihre Schwerhörigkeit mit HörComputern ausgleichen, bestand im Vergleich zu gesunden Probanden kein erhöhtes Verletzungs- und Gefahrenrisiko.

Psychische Erkrankungen

Besonders bei Männern, bei denen ein selbstberichteter, jedoch unbehandelter HörVerlust bestand, konnte die Studie ein um 43 Prozent höheres Risiko für die Entwicklung einer Depression feststellen. Die PAQUID-Studie zeigte auch, daß der Gebrauch von HörTechnik diesem Risiko entgegenwirkt. Bei Frauen konnte keine Verbindung zwischen den Anzeichen einer Depression und dem Bestehen einer unbehandelten Schwerhörigkeit bewiesen werden.

Frühere Studien

Auch frühere Studien, die auf den selben Daten und Versuchsteilnehmern wie die PAQUID-Studie beruhen, haben gezeigt, daß bei älteren Erwachsenen eine selbstberichtete Schwerhörigkeit und ein beschleunigter geistiger Verfall in enger Verbindung stehen. Auch diese Studien haben nachgewiesen, daß der Gebrauch von HörSystemen dem geistigen Verfall vorbeugt.

Über die Studie

Die PAQUID-Studie wurde unter dem Titel “Death, Depression, Disability and Dementia associated with self-reported Hearing Problems: A-25-year Study” in der amerikanischen Fachzeitschrift Journals of Gerontology: Medical Sciences im Januar 2018 veröffentlicht.

Quellen: PubMed und Journals of Gerontology: Medical Sciences