Lernen Kinder und Jugendliche leichter mit gutem Gehör?

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(Kornwestheim, 18. Januar 2018) Die Zeugnisse liegen auf dem Tisch, die Noten lassen zu wünschen übrig. Die Ursachen dafür können sehr unterschiedlich sein. An eine Möglichkeit denken Eltern häufig nicht: Ihr Kind hört schlecht.

Immer mehr Kinder und Jugendliche hören schlecht. Ein Grund dafür ist häufiges und lautes Musikhören über Kopfhörer, in Diskotheken und auf Live-Konzerten. Laut Deutschem Ärzteblatt hat sich der HörVerlust im Hochfrequenz-Bereich bei Kindern und Jugendlichen in einem Zeitraum von 24 Jahren nahezu verdoppelt. „Betroffene hören das Gesagte zwar in normaler Lautstärke, aber undeutlich“, erklärt Thomas Keck, Inhaber von www.jünger-hören.de „Da ist es nicht verwunderlich, wenn Kinder in der Schule Probleme bekommen.“

HörTest zur Vorsorge

Von Geburt an ist ein gutes Gehör Voraussetzung dafür, daß sich Sprache entwickelt und auch beim Lesen- und Schreiben-lernen spielt es eine wichtige Rolle. Kinder, die in der Schule schlecht hören, bleiben auf diesen Gebieten schnell hinter ihren Mitschülern zurück. Zudem leidet die Konzentrationsfähigkeit, viele ziehen sich zurück und beteiligen sich nicht am Unterricht. „Das muss nicht sein“, so HörAkustik-Meister Keck. „HörHilfen helfen den Kindern, Gesagtes wieder besser zu verstehen. Entscheidend ist, daß Eltern eine HörMinderung frühzeitig erkennen.“

Wie aber stellen Eltern fest, daß ihr Kind nicht gut hört? „Das ist sicher nicht ganz einfach. Am besten ist es, regelmäßig einen HörTest machen zu lassen“, so Thomas Keck. Zwar findet bei Klein- und Vorschul-Kindern regelmäßig eine Routine-Kontrolle des Gehörs statt, später ist das jedoch nicht mehr selbstverständlich. Verschiedene Anzeichen weisen Eltern auf eine mögliche Schwerhörigkeit hin. Dazu gehört zum Beispiel, daß Kinder nicht orten können, woher ein Geräusch kommt, sie sehr laut sprechen oder auch wenn das HörVermögen nur zeitweise eingeschränkt zu sein scheint. Häufiges Nachfragen in Gesprächen und nachlassende schulische Leistungen können ebenfalls ein Hinweis auf eine HörMinderung sein.

HörSysteme für Kinder: bunte Auswahl

Fest steht: spätestens wenn Eltern einen Verdacht haben sollten sie handeln und einen Spezialisten aufsuchen“, so Thomas Keck. Das können HNO-Ärzte sein, Pädaudiologen – Fachärzte für kindliche HörStörungen – oder PädAkustiker, Experten für die HörTechnik-Versorgung von Kindern. „Diese Spezialisten haben optimale Möglichkeiten und viel Erfahrung, um eine HörMinderung festzustellen.“ Die Geräte sind klein, robust und einfach zu handhaben. Es gibt sie farbig, transparent oder auch mit Edelsteinen verziert. Reichen HörHilfen in der Schule nicht aus, kommen sogenannte FM-Anlagen zum Einsatz. Sie übertragen Sprache direkt von einem Mikrofon in ein Empfangsteil am HörSystem und überbrücken so die Distanz zwischen Lehrer und Schüler.

Mehr Infos, Beratung und kostenlose HörTests gibt es bei HörStudio Keck – jünger hören in der Lange Straße 20, Kornwestheim. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8:30 bis 12:30 und 14:00 bis 17:30, Samstag nach Vereinbarung.

Haben Sie schon einen guten Vorsatz? Hier kommt unser Tipp:

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Mainz, 2. Januar 2018 – Gute Vorsätze fürs neue Jahr werden an Silvester gemacht. Weniger rauchen, gesünder essen und mehr Sport treiben gehören zu den Top Ten. Unser Vorschlag für mehr Lebensqualität: einen HörTest machen!

Dieser Vorsatz ist noch leichter mit Freunden oder Ehepartnern gemeinsam umzusetzen. Die Verabredung steht und der Termin beim HörAkustiker nebenan ist schnell vereinbart.

Das Besondere an diesem guten Vorsatz sind seine Erfolgsaussichten: Erfolg ist, wenn der HörTest gemacht wurde und ein Haken an den guten Vorsatz gesetzt werden kann. Erfolg ist auch, wenn jeder seinen persönlichen HörStatus kennt. Erfolg ist, wenn im Falle einer HörMinderung weitere Schritte unternommen werden und der HörVerlust durch eine entsprechende Versorgung ausgeglichen wird. Dadurch strengt Hören weniger an und das Leben wird leichter. Menschen, die gut hören, sind lockerer, ihre Gesichtszüge sind entspannter, sie müssen sich weniger auf das Hören konzentrieren und können auch in größerer Gesellschaft und auf Parties erfolgreich an Gesprächen teilnehmen.

Martin Blecker, Präsident der Europäischen Union der HörAkustiker e. V., dazu: „Jeder sollte seinen persönlichen HörStatus kennen. Wir HörAkustiker sind Experten in Sachen Hören. Wir beraten unabhängig und unser HörTest ist kostenlos. Gutes Hören gibt Sicherheit und Lebensfreude.“

 


Welttag des Hörens ist am Samstag, 3. März 2018

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Frankfurt, 08. Januar 2018 – Der diesjährige WeltTag des Hörens steht unter dem Motto „Hear the future“. Die Weltgesundheits-Organisation (WHO) wirbt an diesem Tag für eine Vorbeugung und frühzeitige Versorgung von HörMinderungen. Dabei wird sie in Deutschland von HörAkustikern, HNO-Ärzten und dem Bundesverband der Hörgeräte-Industrie (BVHI) unterstützt.

Dr. Shelly Chadha leitet das Programm zur Prävention von Taubheit und HörVerlust bei der WHO. Sie ruft HörAkustiker in Deutschland zur Teilnahme am WeltTag des Hörens auf: „In den vergangenen Jahren haben weltweit immer mehr Partner und Länder die Kampagne zum Schutz des Gehörs und zur Versorgung einer HörMinderung im Rahmen des WeltTages begleitet. Allein in Deutschland erreichte der WeltTag des Hörens 2017 über 36 Millionen Menschen. Jeder kann sich der Kampagne ganz einfach mit einer eigenen Aktion zum Thema HörMinderung anschließen. Informationen dazu finden Sie unter www.welttag-des-hoerens.de.“

Dr. Stefan Zimmer, Vorstands-Vorsitzender des Bundesverbandes der Hörgeräte-Industrie (BVHI) ergänzt: „Die Teilnahme am Welttag ist in diesem Jahr für HörAkustiker noch leichter. Sie können kostenfrei Informationsbroschüren, Poster und Flyer zum WeltTag des Hörens für ihr Geschäft bestellen. Auch eigene Aktionen und Initiativen können zur Veröffentlichung auf der Kampagnenseite www.welttag-des-hoerens.de angemeldet werden. Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass es lohnenswert ist, bereits einige Tage vor dem 3. März eigene Veranstaltungen öffentlichkeitswirksam zu platzieren.“

Über den Bundesverband der Hörgeräte-Industrie
Der Bundesverband der Hörgeräte-Industrie ist die Vertretung der auf dem deutschen Markt tätigen HörGeräte-Hersteller. Er artikuliert die Interessen seiner Mitglieder und ist das Kommunikations-Organ für alle Themen rund um HörTechnologie, HörMinderung und Innovation. Der Verband setzt sich für die Erhöhung der Nutzung von HörHilfen durch Menschen mit einer HörMinderung ein und klärt über die Leistungsfähigkeit moderner HörSysteme auf. Darüber hinaus befördert er die Zusammenarbeit mit allen Gruppen, die an der Versorgung mit HörSystemen beteiligt sind. Dazu gehören HörAkustiker, HNO-Ärzte, Krankenkassen, andere Verbände und Interessengruppen sowie die Politik.

Wie gerne hören wir eigentlich Prominenten zu (und warum)?

Stimme und Gehör haben großen Einfluss darauf, wie wir die Umwelt wahrnehmen und wie wir auf unsere Umgebung wirken. Die menschliche Stimme transportiert Stimmungen und Charakter-Eigenschaften. Ihr Klang erzeugt beim Zuhörer mehr Aufmerksamkeit als das Gesagte. Um die nonverbalen Signale zu verstehen, leisten unsere Ohren Präzisionsarbeit. Damit das so bleibt empfehlen Experten regelmäßige HörTests.

Hannover, 21.12.2017 – Mit der Stimme ist es so ähnlich wie mit den Ohren: solange alles zu funktionieren scheint, schenken wir ihnen eher weniger Beachtung. Dabei haben beide erheblichen Einfluss darauf, wie wir die Umwelt wahrnehmen und wie wir auf unsere Umgebung wirken. Die menschliche Stimme transportiert Stimmungen und Charakter-Eigenschaften. Ihr Klang erzeugt beim Zuhörer fast 40 Prozent der Aufmerksamkeit, auf die Inhalte entfallen nur etwa sieben Prozent, wie Sprachwissenschaftler feststellten. Um die nonverbalen Signale der Stimmbänder aufzunehmen und zu verstehen, leisten die Ohren ihrerseits Präzisionsarbeit.

Zur Illustration dieser weitreichenden Zusammenhänge hat die Fördergemeinschaft Gutes Hören gefragt, wie gerne Menschen unterschiedlicher Altersgruppen die Stimmen prominenter TV-Moderatoren hören. Die Beliebtheits-Skala wird von Günther Jauch angeführt, dem insgesamt 69 Prozent sehr gerne oder eher gerne zuhören. Ihm folgen Thomas Gottschalk mit 51 Prozent und Barbara Schöneberger mit 48 Prozent. Die Politik-Talkerinnen Anne Will und Sandra Maischberger liegen mit jeweils 35 Prozent gleichauf. Das Schlusslicht bildet Dieter Bohlen, der trotz seiner großen Bekanntheit nur 25 Prozent Zustimmung erreicht. Als Spiegelbild stellt sich die Gegenprobe mit der Frage dar, wem man sehr ungerne oder eher ungerne zuhört. Hier erreicht Dieter Bohlen den Spitzenwert von 62 Prozent, bei Günther Jauch sind es nur 18 Prozent.

Diese Bewertungen sind natürlich auch beeinflusst von den jeweiligen Sendeformaten und dem Bild, das die betreffenden Personen in der Öffentlichkeit abgeben. Während Günther Jauch meistens als versöhnlicher Moderator auftritt, der Positionen und Interessen zusammenführt, ist Dieter Bohlen eher der Polarisierer, der in seiner Talentsendung nicht mit Kritik spart und konsequent über Erfolg oder Misserfolg der Teilnehmer entscheidet. Darüber hinaus hat seine Stimme einen eher hellen und eindringlichen Klang verbunden mit einer saloppen Wortwahl, die zwar viele Menschen kennen, der sie aber offenbar nicht so gerne zuhören wie dem moderaten Timbre eines Günther Jauch.

Die Ergebnisse mögen mit Blick auf das jeweilige Image der Prominenten nicht so sehr überraschen, sie zeigen aber sehr deutlich die Zusammenhänge von Stimme, Sprache und Zuhören sowie den großen Einfluss der akustischen Elemente und Zwischentöne in der menschlichen Kommunikation. Viele Menschen, allen voran Schauspieler, öffentliche Redner oder Geschäftsleute arbeiten deshalb an ihrer Stimme und ihrer Sprache, um bestimmte Ziele zu erreichen, die vom menschlichen Gehör erkannt und bewertet werden.

Auf der Empfängerseite müssen natürlich die Ohren offen für die ZwischenTöne und StimmNuancen sein, um alle nonverbalen Informationen aufnehmen und bewerten zu können. Dafür ist es umso wichtiger, daß der sensible HörSinn einwandfrei funktioniert. Wer sich also verlässlich über den Status seiner persönlichen HörLeistung informieren möchte, sollte einen professionellen HörTest bei einem HörAkustiker machen. Denn nur so lassen sich mögliche Defizite feststellen, die subjektiv kaum auffallen, in bestimmten Situationen jedoch die SprachVerständlichkeit und das Hören der ZwischenTöne beeinträchtigen können. Solche kostenlosen Überprüfungen der Ohren sind schnell gemacht und jeder Interessent erhält individuelle Antworten auf seine Fragen rund um das Thema Hören. Wird eine HörMinderung frühzeitig festgestellt, kann diese in der Regel effektiv und unauffällig ausgeglichen werden. Eine rechtzeitige Versorgung mit HörSystemen verhindert die Gewöhnung an das schlechte Hören mit allen nachteiligen Folgen.

Die Fördergemeinschaft Gutes Hören setzt seit über 50 Jahren auf systematische HörPrävention und Aufklärungsarbeit. Als HörExperten vor Ort stehen allen Interessierten die rund 1.500 FGH-PartnerAkustiker zur Verfügung. Bei ihnen wird das gesamte Leistungsspektrum vom kostenlosen HörTest über Auswahl, Anpassung und Programmierung geeigneter HörGeräte bis hin zur mehrjährigen Nachbetreuung angeboten. Die FGH-Partner sind zu erkennen am Ohrbogen mit dem Punkt. Einen Fachbetrieb in Ihrer Nähe finden Sie unter www.fgh-info.de

Studie: Mögen Sie gerne laute Geräusche? Hier wird kurz erklärt warum:

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Brüssel, 21. Dezember 2017 – Laute Geräusche können unser Gehör schädigen, aber laute Geräusche in Nachtclubs sorgen dafür, daß wir uns aufgeregt fühlen, mehr Kontakte knüpfen, potenzielle Konflikte reduzieren und sie wirken sich positiv auf das Geschäft aus, wie eine Studie zeigt

Wenn laute Geräusche einen HörVerlust verursachen können und unsere körperliche und geistige Gesundheit ernsthaft beeinträchtigen, warum mögen wir dann laute Geräusche? Eine Studie aus Neuseeland besagt, daß wir uns in Nachtclubs lauter Musik aussetzen, weil laute Geräusche uns aufgeregt fühlen lassen, wir mehr Kontakte knüpfen und Konflikte reduzieren können.

Laute Geräusche verursachen positive Emotionen

Die Studie unter den 18- bis 25-Jährigen zeigt, daß laute Geräusche positive Auswirkungen auf unser Wohlbefinden haben, obwohl die Einwirkung von lauter Musik unser Gehör schädigen kann. Laut der Studie genießen wir laute Geräusche aus vier Hauptgründen:

  • Aufregung
  • Moderation der Sozialisation
  • Maskierung von externem Sound und unerwünschten Gedanken
  • eine Verbesserung der persönlichen Identität

Die Teilnehmer der Studie waren Clubber – Leute, die in Clubs gehen um Party zu machen – und Leute, die dort arbeiten und den Schallpegel in Clubs kontrollieren, wie Barkeeper und DJs.

Laut den Clubbern und den Angestellten ist laute Musik mit einer positiven GemütsVerfassung wie Begeisterung und Glück verbunden. Darüber hinaus kann die Lautheit auch eine Möglichkeit sein, unerwünschte Emotionen zu beseitigen oder als Mittel zu verwenden, um eine größere musikalische Kontrolle über den emotionalen Zustand zu erlangen.

Darüber hinaus bietet laute Musik einen Kontext für soziale Interaktionen und schafft einen GemeinschaftsSinn und erleichtert den positiven Umgang mit Fremden. Laut Studie kann laute Musik auch verwendet werden, um intime Gespräche zu verbergen, um Privatsphäre in einer überfüllten Umgebung zu gewährleisten.

Laute Musik als Lebensart

Die Studie verzeichnete Schallpegel in Nachtclubs in Auckland City, Neuseeland, die zeigten, daß die Musik in den Clubs durchschnittliche kontinuierliche Pegel von 97 dB erreichte. Abgesehen davon, daß der laute Geräuschpegel eine gefährliche Arbeitsumgebung schafft hat der Einsatz von lauter Musik einen positiven Einfluss auf das Geschäft: Bar-Manager können Musik nutzen, um Kunden zu binden und anzuziehen und sogar die Menge zu kontrollieren und Konflikte zu reduzieren.

Über die Studie

Die Studie “Why Do People Like Loud Sound? A Qualitative Study” wurde im Mai 2017 im International Journal of Environmental Research and Public Health veröffentlicht.

Studie: „Hilfe, ich verstehe meinen Arzt nicht!“ gar nicht so selten

Irische Wissenschaftler haben gefragt, inwieweit HörProbleme älterer Patienten die Kommunikation mit Ärzten und Pflegepersonal beeinträchtigen können. Ergebnis: Durch HörVerluste kommt es häufiger zu Missverständnissen vor allem bei Krankheits- und Therapie-relevanten Informationen. Da nur rd. 50% der Befragten zuvor einen HörTest gemacht hatte, wird auch die Wichtigkeit der HörVorsorge deutlich.

Hannover, 15.12.2017 – Die Erhebung bei 100 Patienten im mittleren Alter von 73 Jahren an der Universitätsklinik Cork (Irland) hat zum Einen die geschätzte Häufigkeit von Schwerhörigkeit in der Altersgruppe bestätigt. Denn nur 41 von 100 Befragten waren nicht oder nur geringfügig beeinträchtigt. 43 Personen gaben außerdem an, beim Hausarzt oder in der Klinik Ärzte oder Krankenschwestern falsch verstanden zu haben. Die Missverständnisse beruhten auf allgemeinen HörProblemen (29%), dem Abbruch des Gesprächs (27%), der Geräuschkulisse (10,5%) und der Aussprache (10%), wobei Mehrfach-Nennungen möglich waren.

Diese Erkenntnisse machen Bereiche deutlich, die von Ärzten und medizinischem Personal beachtet werden müssen, um das gegenseitige Verständnis sicherzustellen und Irrtümer oder Fehldiagnosen durch Kommunikations-Fehler zu vermeiden. Neben verständlicher und deutlicher Sprache sollte vom medizinischen Personal immer auch berücksichtigt werden, daß Patienten unter Umständen nicht mehr einwandfrei hören und deshalb nicht selbstverständlich alles verstehen.

Dieser Umstand muß den Betroffenen selbst nicht zwangsläufig bewusst sein, da Schwerhörigkeit sich oftmals langsam und unbemerkt entwickelt. Man hört zwar noch alles laut genug, aber die SprachVerständlichkeit nimmt ab, was besonders auf seltene Fachausdrücke und Fremdworte zutrifft. Auch ein Mundschutz beim medizinischen Personal kann die Verständlichkeit mindern und macht unterstützendes Lippenlesen unmöglich, das Menschen mit und ohne HörProbleme bewusst oder unbewusst einsetzen.

Die in der Studie genannten störenden Nebengeräusche und eine vermeintlich undeutliche Aussprache sind signifikante Indizien für HörMinderungen. Denn gerade in schwieriger akustischer Umgebung wird das Gehör besonders beansprucht und die HörAnstrengungen machen sich verstärkt bemerkbar. HörSchwächen treten dann häufiger zutage als in ruhiger Gesprächs-Atmosphäre.

Da nur die Hälfte der Befragten der Studie zuvor einen HörTest gemacht hatte, wird auch hier die Wichtigkeit regelmäßiger HörTests deutlich. Damit lässt sich schnell und zuverlässig die eigene HörLeistung feststellen und bewerten. Moderne HörSysteme sind mittlerweile so unkompliziert zu nutzen und so leistungsfähig, daß sie nicht nur in anspruchsvollen Gesprächen, bei denen es auf jedes Wort ankommt gute Dienste leisten, sondern auch im Alltag das Leben nachhaltig erleichtern und verbessern.

Die Fördergemeinschaft Gutes Hören setzt seit über 50 Jahren auf systematische HörPrävention und Aufklärungsarbeit. Als HörExperten vor Ort stehen allen Interessierten die rund 1.500 FGH-Partnerakustiker zur Verfügung. Bei ihnen wird das gesamte Leistungsspektrum vom kostenlosen HörTest über Auswahl, Anpassung und Programmierung geeigneter HörTechnik bis hin zur mehrjährigen Nachbetreuung angeboten. Der FGH-Partner ist zu erkennen am Ohrbogen mit dem Punkt. Ihren Fachbetrieb ganz in der Nähe finden Sie hier: www.fgh-info.de

Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. rät jetzt, Abstand zum Feuerwerk zu halten und sich die Ohren gut zu schützen

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Wuppertal, 14.12.2017 – Für viele Menschen gehört das zu einem gelungenen Jahreswechsel dazu: Es mal wieder richtig krachen zu lassen mit Feuerwerk, Böllern und Raketen. Ein nicht ganz ungefährliches Vergnügen: Neben zahlreichen Unfällen mit Verletzungen an Körper und Gesicht kann es durch die Knaller auch zu dauerhaften HörSchädigungen kommen. Besonders häufig sind Kinder, Jugendliche sowie junge Erwachsene zwischen sechs und 25 Jahren davon betroffen. Ein solches Knalltrauma kann eine lebenslange Schwerhörigkeit sowie Tinnitus auslösen, warnt die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)

„Es sind leider besonders oft Kinder und Jugendliche von Knalltraumen durch Silvesterknaller betroffen“, sagt Michael Bergmann, Geschäftsführer der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. „Dabei werden männliche Personen dreimal so oft verletzt wie weibliche. Die Gründe liegen zum einen darin, dass das Experimentieren mit Knallern gerade auf Jungs eine besonders große Faszination ausübt. Zum anderen spielen natürlich eine gewisse Unerfahrenheit in jungen Jahren und nicht zuletzt auch die Unwissenheit vieler Erziehungs-Berechtigter darüber, mit welchen Gefahren dieses Vergnügen verbunden sein kann, eine große Rolle.“

Aus diesem Grund rät die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. Menschen jeden Alters, sich von Silvester-Knallern und -Raketen fernzuhalten und die Ohren zu schützen. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren – Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNO KHC) erleiden jedes Jahr rund 8.000 Menschen hierzulande eine Verletzung des Innenohres durch explodierende Feuerwerkskörper. Die Folgen können lebenslang bestehen bleiben: Tinnitus und Schwerhörigkeit, insbesondere bei hohen Tönen. Mögliche Symptome können stechende Schmerzen im Ohr, Ohrgeräusche, Schwindel oder ein Gefühl – als sei das Ohr verstopft – sein. Dauern die Symptome an, sollte zeitnah ein HNO – Arzt aufgesucht werden.

Wenn Raketen oder Böller weniger als zwei Meter entfernt von den Ohren explodieren, wirken laut DGHNO KHC etwa 25 Millisekunden lange Schallimpulse auf das Gehör. Sie erreichen Spitzen von bis zu 160 Dezibel Schalldruck-Pegel. Da sich Lautstärke aus einer Kombination von Schalldruck und Dauer ergibt, nimmt das Ohr diese kurzen Spitzen-Pegel weniger als Lärm wahr und ist für HörSchäden besonders anfällig, weshalb InnenOhr-Verletzungen gerade an Silvester besonders häufig entstehen. Durch Knalltraumen werden die HörSinnes-Zellen, Stütz-Zellen und andere Teile der sogenannten HörSchnecke im InnenOhr bleibend geschädigt, die Spätfolgen sind oft nur noch durch ein HörGerät auszugleichen.

„Zunächst einmal raten wir, sich von Silvester-Knallern und -Raketen fernzuhalten und seine Ohren zu schützen, beispielsweise mit OhrStöpseln“, so DTL-Geschäftsführer Michael Bergmann. „Darüber hinaus ist auch Präventionsarbeit sehr wichtig. So sollten Lehrer und Erzieher in Schulen und Jugend-Einrichtungen verstärkt über die Gefahren aufklären, um ein Bewusstsein dafür zu schaffen.“

Über die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)
Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) vertritt als gemeinnützige Selbsthilfe-Organisation die Interessen der Patienten mit Tinnitus, HörSturz, HyperAkusis und Morbus Menière sowie ihrer Angehörigen. Rund 12.000 Mitglieder machen die DTL zum größten Tinnitus-Zusammenschluss in Europa und zum anerkannten Partner des Gesundheitswesens in Deutschland. Über 800 Fachleute gehören der DTL als Partner und fördernde Mitglieder an, darunter renommierte Wissenschaftler, HNO – Ärzte, Ärzte weiterer Disziplinen, HörAkustiker, Psychologen und Therapeuten. Außerdem werden rund 90 Selbsthilfegruppen in Deutschland durch die DTL betreut. Gegründet wurde die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. 1986 in Wuppertal.
Weitere Infos: www.tinnitus-liga.de

Lesenswert #2: auch Tinniti bewirken Veränderungen im Gehirn!

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Brüssel, 13. Dezember 2017 – Eine amerikanische Studie hat bestätigt, daß Geflechte im Gehirn sich verändern, wenn eine Person an Tinnitus leidet. Die Veränderungen führen dazu, daß sich das Gehirn mehr konzentriert, was zur Folge hat, daß eine Person mit Tinnitus schneller müde und unkonzentrierter wird.

Tinnitus bewirkt, daß das Gehirn mehr mit dem Netzwerk im Gehirn verbunden ist, das aktiv ist, wenn etwas die Aufmerksamkeit einer Person hegt. Die durch Tinnitus verursachten Veränderungen machen das Gehirn weniger mit dem Netzwerk im Gehirn verbunden, das verwendet wird, wenn sich eine Person entspannt. Dies betrifft Menschen mit Tinnitus auf eine negative Art und Weise, weil sie dadurch müder und unkonzentriert werden. Dies sind die Ergebnisse einer amerikanischen Studie.

Warum macht Tinnitus müde und unkonzentriert?

Anhand von MRT-Scans der Teilnehmer fand die Studie heraus, daß sich Tinnitus in einer Region des Gehirns befindet, die „Precuneus“ genannt wird.

Dieser Teil des Gehirns ist mit zwei umgekehrt verbundenen Netzwerken im Gehirn verbunden, die als „das dorsale Aufmerksamkeits-Netzwerk“ und „das Standardmodus-Netzwerk “ bezeichnet werden:

  • Das dorsale Aufmerksamkeits-Netz: Dieser Teil des Gehirns ist aktiv, wenn etwas die Aufmerksamkeit einer Person hegt
  • Das Standardmodus-Netzwerk : Dies sind die „Hintergrund“ -Funktionen des Gehirns, wenn die Person in einem Ruhestand ist und nicht an etwas Bestimmtes denkt

Bei Menschen mit chronischem Tinnitus wurde die Hirnregion „der Precuneus“ mehr mit „dem Dorsal-Modus-Netzwerk“ und weniger mit „dem Standardmodus-Netzwerk “ kombiniert.

Das bedeutet, daß Menschen mit Tinnitus beim Ausruhen nicht wirklich in Ruhe sind, weshalb sich viele müde fühlen.

Außerdem können Menschen mit chronischem Tinnitus Konzentrations-Schwierigkeiten haben, weil ihre Aufmerksamkeit möglicherweise mehr mit ihrem Tinnitus als notwendig verbunden ist, und das kann ihre Aufmerksamkeit auf andere Dinge reduzieren.

Validierung des Tinnitus

Die Ergebnisse dieser Studie helfen nicht nur Menschen mit Tinnitus zu verstehen, sondern auch ihre Erfahrungen mit Tinnitus zu validieren.

„Für Patienten ist dies eine Bestätigung. Hier ist etwas mit Tinnitus verbunden, das objektiv und unveränderlich ist“, sagt die Studienleiterin Fatima Husain, Professorin an der Universität von Illinois (U.S.A.).

Die Verwendung Ihres Gehirns beeinflusst den Tinnitus

Einige Menschen mit Tinnitus haben sich an ihre Tinnitus-Symptome angepasst und leiden daher weniger an dem Tinnitus.

Diese Erfahrung geringeren Leidens tritt auf, weil diese Patienten verschiedene Gehirnregionen verwenden, wenn sie emotionale Information verarbeiten, findet Studienleiter Husain in einer anderen Forschung an der Universität von Illinois (U.S.A.). Diese Patienten verwendeten mehr des Frontallappens des Gehirns. Eine größere Verwendung des Frontallappens könnte helfen, emotionale Reaktionen zu kontrollieren und dadurch Tinnitus-Stress zu reduzieren, zeigte die Studie.

HörVerlust verändert das Gehirn

Eine andere amerikanische Studie besagt, daß sich das Gehirn aufgrund von HörSchäden reorganisiert. Selbst nach drei Monaten leichter Schwerhörigkeit beginnt das Gehirn sich zu reorganisieren. So beginnen der SehSinn und der TastSinn im Gehirn die Kontrolle über den GehörSinn zu übernehmen. Dies verursacht Müdigkeit und Konzentrationsprobleme. Trotz der schnellen Reorganisation kann das Gehirn nach nur 30 Tagen Verwendung von HörGeräten wieder auf die normale Struktur zurückgehen.

Die Studie „Connectivity of precuneus to the default mode and dorsal attention networks: a possible invariant marker of long-term Tinnitus“ wurde in NeuroImage: Clinical im August 2017 veröffentlicht.

Quellen: NeuroImage: Clinical 16 (2017) 196-204 www.news.illinois.edu & Die Zeitschrift „Hørelsen“, 3 (2017)

Spendenübergabe an LIONS „Hilfe für kleine Ohren“

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Mainz, 5. Dezember 2017 – Einen Spendenscheck über 1.500 Euro überreichte Martin Blecker, Präsident der Europäischen Union der HörAkustiker, am Donnerstag, dem 30. November 2017, an Dr. Wilfried Racke vom Lions Club Kelkheim. Die Spende kommt Kindern mit HörMinderungen in Entwicklungs-Ländern zugute. Der Betrag wurde im Rahmen des EUHA-Kongresstreffs 2017 in Nürnberg gesammelt und von der EUHA auf insgesamt 1.500 Euro aufgestockt.

Die Lions Organisation Deutschland sammelt seit 2009 gespendete HörGeräte von HörAkustikern bzw. erhält Spenden von HörSystem-Herstellern oder Handelsketten. Die Verteilung der Geräte hauptsächlich an hörgeschädigte Kinder in Entwicklungs-Ländern erfolgt über das Team „Hilfe für kleine Ohren“ des Lions Clubs Kelkheim.

Dr. Peter Ottiger vom Lions Club Deutschland dazu: „Um die Nachhaltigkeit des Projekts zu sichern, ist es unerlässlich, vor Ort zuverlässige Partner zu haben, die die HörGeräte bedürftigen Patienten fachgerecht anpassen, sie schulen und langfristig betreuen. Bei der Auswahl dieser Partner ist die EUHA für das Team unersetzlich.“

Ein gemeinsam entwickelter Fragebogen stellt sicher, daß die Partner vor Ort über die entsprechende Grundkompetenz verfügen. Die EUHA wertet diesen Fragebogen aus und gibt dem Lions-Team eine Empfehlung, ob der Partner geeignet ist.

Diese Kooperation mit der EUHA war eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg dieses Projekts. Von 2010 bis 2016 sind ca. 21.000 HörHilfen an die Projektpartner versendet worden.

Sie können die Aktion durch eine Spende mitunterstützen

Hilfswerk der Deutschen Lions e. V.
Frankfurter Volksbank eG
IBAN: DE83 5019 0000 0000 3005 00
BIC: FF VBD EFF
Stichwort: Kleine Ohren

HörGeräte können Sie bitte senden an:
Hilfswerk der Deutschen Lions
„Hilfe für kleine Ohren“
Bleichstraße 3
65183 Wiesbaden

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.kleine-ohren.de/

 


Lesenswert: HörVerluste verursachen Veränderungen des Gehirns!

Durch einen HörVerlust verändert sich das Gehirn und organisiert sich neu. Das haben amerikanische Forscher rund um Professorin Anu Sharma am Institut für Sprach- und Hör-Wissenschaften an der University of Colorado herausgefunden. Um das Fehlen des HörSinns zu kompensieren treten andere Sinne wie zum Beispiel das Sehen oder der Tastsinn in den Vordergrund und übernehmen Aufgaben des Hörens. Dieser Wandel tritt bereits drei Monate nach Beginn einer leichten Schwerhörigkeit ein! Während bei einem gut hörenden Menschen die HörRinde ausschließlich für die Verarbeitung von HörEindrücken zuständig ist, wird diese bei einem HörVerlust nachweislich von den übrigen Sinnen beansprucht.

„Wir können sehen, daß das Sprachverständnis abnimmt, je mehr die anderen Sinne übernehmen,“ so Professorin Sharma. Dieser Effekt tritt in Folge der neuen Aufgabenverteilung im Gehirn aufgrund der fehlenden akustischen Signale durch die HörMinderung ein. Im Rahmen der Studie spielte man Probanden ausschließlich visuelle Reize vor. Hierbei wurden Testpersonen mit und ohne HörVerlust untersucht und ihre Gehirn-Aktivitäten gescannt. Bei den schwerhörigen Studienteilnehmern wurden Reaktionen der HörRinde verzeichnet, die bei gut hörenden Menschen nicht auftreten, da Seh-Eindrücke normalerweise nicht in diesem Bereich verarbeitet werden.

Die Studie wies außerdem eine erhöhte Anstrengung im Gehirn durch einen HörVerlust nach. Der Frontallappen des Großhirns, welcher für die Aufnahme und Verknüpfung von Sinnes-Eindrücken zuständig ist, zeigt schon bei leichten Einschränkungen des Gehörs eine deutlich höhere Aktivität als bei einem Menschen ohne HörMinderung. Das erklärt Professorin Sharma dadurch, daß sich Menschen mit leichter Schwerhörigkeit mehr anstrengen müssen, um alles Gesprochene richtig zu verstehen. Diese Mehr-Anstrengung durch die zusätzliche kognitive Belastung kostet Energie und die Betroffenen ermüden schneller.

Die Ergebnisse legen nahe, daß eine frühe Versorgung mit HörTechnik den Änderungen im Gehirn vorbeugt. Diese Zusammenhänge sollen in weiteren Studien verfolgt werden. Fest steht aber schon heute: Das Tragen von HörTechnik hilft den Betroffenen Sprache wieder besser zu verstehen und das Gehirn weniger zu belasten. Alltägliche Situationen werden dadurch erleichtert, außerdem steigern HörSysteme nachweislich die Konzentrations-Fähigkeit und fördern die Orientierung und Leistungsfähigkeit. Dazu kommt, daß sich viele Menschen ihrer Schwerhörigkeit nicht bewusst sind, da diese meistens schleichend einsetzt. Die Folge ist, daß sich die Betroffenen allmählich an das nachlassende Hören gewöhnen und sich die Änderungsprozesse im Gehirn verstärken. Experten raten daher zu regelmäßigen HörTests ab dem 40. Lebensjahr, um den eigenen HörStatus stets im Blick zu haben. Auf diese Weise wird eine HörSchwäche rechtzeitig erkannt und kann mit der modernen HörSystem-Technik effektiv ausgeglichen werden.

Als HörExperten vor Ort stehen die rund 1.500 FGH-PartnerAkustiker der Fördergemeinschaft Gutes Hören zur Verfügung. Bei ihnen wird das gesamte Leistungsspektrum vom kostenlosen HörTest über Auswahl, Anpassung und Programmierung geeigneter HörGeräte bis hin zur mehrjährigen Nachbetreuung angeboten. Die FGH-Partner sind zu erkennen am Ohrbogen mit dem Punkt. Einen Fachbetrieb in Ihrer Nähe finden Sie unter www.fgh-info.de